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Die Favoritin will den Titel

Seit Jahren gehört die 17jährige Sportkletterin Natalie Bärtschi aus Andwil in ihren jeweiligen Alterskategorien zu den Besten. Morgen klettert sie letztmals um den U18-Schweizer-Meister-Titel.
Andy Sager
Natalie Bärtschi will beim Swiss Climbing Cup hoch hinaus. (Bild: davidschweizer.ch)

Natalie Bärtschi will beim Swiss Climbing Cup hoch hinaus. (Bild: davidschweizer.ch)

Sportklettern. Die Lieblingsdisziplin von Natalie Bärtschi ist das Bouldern. Dabei klettert man ohne Seil in Absprunghöhe. Ziel ist es, mit möglichst wenigen Versuchen die Spitze zu erreichen. Ihre Stärken liegen aber auch in einer anderen Kategorie: dem Speed-Klettern. Hierbei gilt es, eine Wand möglichst schnell zu durchsteigen. Die junge Andwilerin klettert schneller als viele ihrer Konkurrentinnen. Sie zählt bei der Schweizer Meisterschaft im Speed-Klettern, die morgen in der St. Galler Kletterhalle stattfindet, zu den Favoritinnen in ihrer Kategorie.

Die letzte Gelegenheit

«In den vergangenen Jahren hat es leider nie geklappt», sagt Bärtschi. Doch in diesem Jahr will sie ihre Gelegenheit nutzen. Es ist die letzte Chance für die 17-Jährige, sich den Schweizer-MeisterTitel der Juniorinnen zu sichern. Sie wechselt demnächst vom Nachwuchs zur Elite. Dass sie in der Form ist, um den Titel zu gewinnen, hat sie unlängst gezeigt: Beim diesjährigen Turnier in Friedrichshafen stellte sie mit 7,86 Sekunden an der Zehn-Meter-Wand einen Schweizer Rekord auf. Morgen sind zwar 15 Meter zu erklimmen. Dennoch steht ihr Ziel fest: «Platz eins».

Bärtschi wohnt zwar in Andwil, weilt aber die meiste Zeit in Zürich, besucht dort das Kunst- und Sportgymnasium. Sie trainiert in der Limmatstadt und gehört einem dortigen Verein an. Dennoch sei die Schweizer Meisterschaft in St. Gallen etwas Spezielles. Denn auch wenn sie öfter in Zürich als in St. Gallen klettert, sei es doch ein Heimturnier für sie.

Hohe Erwartungen

Die junge St. Gallerin weiss um den Druck, der auf ihr lastet. Sie ist sich bewusst, dass viele von ihr eine Topleistung erwarten. Diese verlangt sie aber auch von sich selbst. Eine solche wird auch nötig sein, denn in St. Gallen sind neben Bärtschi weitere Kletterinnen des Nachwuchs-Nationalteams am Start. «Alle aus der Nationalmannschaft sind ähnlich schnell», ist sich die Lokalmatadorin bewusst. Hinzu kommen unbekannte Gegnerinnen, die es ebenfalls zu beachten gilt.

Beachten wird sie ihre Konkurrentinnen auch während des Kletterns. Da man beim Speed eins gegen eins auf einer identischen Route parallel an einer Wand klettert, hat man die Gegnerin stets im Blick. «Unbewusst achtet man immer auf nebenan», gibt Bärtschi zu, «aber ich versuche, mich auf meinen eigenen Lauf zu konzentrieren, keine Fehler zu machen und möglichst schnell zu sein.»

Dazu muss sie ihren Körper unter Kontrolle haben. Genau darin sieht Bärtschi die Faszination des Sports: «Man braucht den ganzen Körper, nicht nur Teile davon. Körperbeherrschung, Spannung und Koordination müssen stimmen.»

Vor spannender Zukunft

Auf die längerfristigen Ziele angesprochen, verweist Bärtschi auf ihren ersten europäischen Anlass im Bouldern, der in zwei Wochen stattfindet. «Das wird eine Art Standortbestimmung für mich», sagt sie. Ausdrückliche Erwartungen formuliert die 17-Jährige nicht, da sie zuerst den Wechsel zur Elite abwarten will. Sie bleibt sich aber treu, wenn sie sagt: «Man sollte sich immer Ziele setzen.» Denn einen Fixpunkt hat sie ja noch: den Schweizer-Meister-Titel in der Kategorie U18 morgen an ihrem Heimturnier in St. Gallen.

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