Die erste Geschichte gehört Alex Frei

Alex Frei und die neue Arena waren die Stars des Abends. Der Schweizer Captain fand nach dem 3:0 gegen Liechtenstein aber auch kritische Worte.

Patricia Loher
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Es ist im ersten Spiel die erste schöne Geschichte der AFG Arena. Geschrieben von Alex Frei, dem Captain der Nationalmannschaft. Der 29jährige hat sich gestern, mit seinen zwei Toren im letzten Testspiel vor der Heim-EM, zum besten Schweizer Torschützen gekrönt. «Ich bin froh, habe ich die Marke noch vor der EM erreicht und die Diskussionen damit beendet.» Die Mannschaft habe ihn angetrieben, habe ihn motiviert, sagte Frei auch noch. Der Stürmer von Borussia Dortmund wird das Eröffnungsspiel in der AFG Arena also in guter Erinnerung behalten. Er war der gefeierte Spieler, als St. Gallen die Auswahl Richtung Heim-EM verabschiedete. Mit schönen, emotionalen Momenten.

Stromausfall und Regengüsse

18 000 waren gekommen, gleich die Premiere war ausverkauft. Bis auf einen Stromausfall vor dem Spiel und Regengüsse auf die vordersten Zuschauerreihen zum Ende verlief die Partie reibungslos. Die liechtensteinischen Akteure hielten vor Spielbeginn ein Plakat in ihren Händen, worauf geschrieben stand: «35 354 Liechtensteiner wünschen der Schweiz viel Glück bei der Euro 2008.» Das ganze Land drückt dem Nachbarn also die Daumen. Die Schweizer freuten sich über die Geste – ohne in der Folge Geschenke zu verteilen.

Barnetta: «Tut doppelt weh»

Auf den Tribünen fehlte natürlich noch die Orientierung, begann kaum einer mit der La-Ola, als der Stadion-Speaker vor der Partie «diejenigen auf der Forster-Tribüne» zum Wellen-Start aufforderte – niemand schien zu wissen, wo das war. Trotzdem gab es Kostproben, dass die kompakte Fussball-Arena, wo das Publikum nahe am Feld sitzt, schnell zu einem Hexenkessel werden kann. «Es tat natürlich doppelt weh, in St. Gallen nicht dabei sein zu können», sagte Tranquillo Barnetta und fügte an: «Der Fokus ist aber ganz auf den 7. Juni gerichtet.» Barnetta schwärmte von der Stimmung im Stadion. Aber Frei fand, die Atmosphäre habe zwei Seiten gehabt. «So lange ich Captain bin, akzeptiere ich es nicht, dass Spieler ausgepfiffen werden. Wir sind die Nationalmannschaft, nicht Spieler von GC oder Basel.» Ein Wermutstropfen also blieb – trotz des Rekords.

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