Die Erleuchtung aus Lichtsignalen

Stadtparlamentarier Michael Hugentobler (CVP) wollte wissen, ob sich aus der Revision von Lichtsignalanlagen Schlüsse ergeben. Die Stadtratsantwort zeigt, wie dies konkret geschieht.

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Langsamverkehr bevorzugt: Signalanlage Ober-/Geltenwilenstrasse. (Bild: Fredi Kurth)

Langsamverkehr bevorzugt: Signalanlage Ober-/Geltenwilenstrasse. (Bild: Fredi Kurth)

Die Lichtsignalanlage beim Knoten Oberstrasse/Geltenwilenstrasse war Ende September wegen einer Sanierung für drei Tage ausser Betrieb. Stadtparlamentarier Michael Hugentobler bekam dabei aufgrund «mehrfacher Beobachtungen» den Eindruck, dass der Verkehr bei ausgeschalteter Verkehrsregelung «nahezu flüssiger» funktioniere als im normalen Betrieb.

Polizeileute seien zu Spitzenzeiten an der Kreuzung gestanden, hätten aber während der Anwesenheit von Michael Hugentobler den Verkehr nie geregelt. In einer Einfachen Anfrage vom 30. September wollte er wissen, ob aus einer solchen Revision Erkenntnisse für den Nutzen eines Lichtsignals gewonnen würden.

Bei Flaute jede Spur einzeln

Der Stadtrat entgegnete in seiner Antwort, dass Revisionsarbeiten an einer Lichtsignalanlage sehr wohl Rückschlüsse erlaubten.

Aus Gründen der Verkehrssicherheit sei im konkreten Fall während der Spitzenzeiten durch die Stadtpolizei ein Verkehrsdienst geleistet worden.

Die beiden Anlagen oben an der Geltenwilenstrasse und unten an der Davidstrasse seien in ein komplexes System eingebunden. Aufgrund neuester Technologie würden die Lichtsignalanlagen an solchen Knoten zeitweise verkehrsabhängig pro Fahrspur gesteuert. Das heisst, die Anlage reagiert bei flauem Verkehr unmittelbar auf das aktuelle Aufkommen.

In Stosszeiten sind die einzelnen Anlagen, konkret jene an der Davidstrasse und jene an der Oberstrasse, miteinander verbunden und wechseln koordiniert die Signalfarben. Das Steuerungskonzept wird laut Antwort des Stadtrates auf die Einfache Anfrage derzeit aktualisiert.

Monatlicher Datenvergleich

Um die Notwendigkeit eines Lichtsignals zu erheben, würden die Daten des Betriebsprotokolls und die Daten des Verkehrsaufkommens laufend aufgezeichnet und monatlich mit den Mehrjahresdaten verglichen, ob deutliche Abweichungen vorlägen.

Der Verkehr wird gemäss Antwort des Stadtrates auch von Fachleuten des Tiefbauamtes beobachtet. Ebenso könnten die Rückmeldungen von Transportbetrieben wichtige Hinweise ergeben. Aufgrund dessen würde der Betrieb einer Anlage stets angepasst. Auch würde bei der Überprüfung von Knoten stets die Möglichkeit einer Kreisellösung erwogen.

Aus der Antwort geht weiter hervor, dass in der Stadt 53 Lichtsignal-Knoten in Betrieb sind. Dabei gelte es den Gesamtverkehr und die Sicherheit zu optimieren und gezielt den öV und den Langsamverkehr zu bevorzugen. (th)

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