Die Entsorgung ist umgezogen

Vor kurzem ist das Entsorgungsamt der Stadt St. Gallen von der Vadianstrasse an den Blumenbergplatz gezügelt. Ins neu sanierte Geschäftshaus der Stadt zieht damit ein stadteigener Betrieb. Die Baudirektion findet das eine gute Lösung.

Odilia Hiller
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Auf zweieinhalb Stockwerken neu eingemietet: Verwaltung und Administration der Entsorgung St. Gallen am Blumenbergplatz 3. (Bild: Ralph Ribi)

Auf zweieinhalb Stockwerken neu eingemietet: Verwaltung und Administration der Entsorgung St. Gallen am Blumenbergplatz 3. (Bild: Ralph Ribi)

Hans Peter Tobler ist zufrieden. Der Leiter der städtischen Entsorgung durfte zum ersten Mal in seiner Karriere mitbestimmen, wie sein neuer Arbeitsplatz aussehen soll. Denn die Büroräume der städtischen Liegenschaft am Blumenbergplatz 3 waren nur im Rohbau zu haben. Den Innenausbau – Bürounterteilungen, Wände, Böden und Beleuchtung – musste das Entsorgungsamt selber übernehmen. Auf eigene Kosten. Dafür durfte es bei der Gestaltung der zweieinhalb Stockwerke ein Wörtchen mitreden. «Eine schöne Aufgabe», findet Amts- und Unternehmensleiter Tobler.

Eine Frage des Timings

Am 15. November war Zügeltag. «Nach etwa 14 Tagen waren wir eingerichtet», erzählt der Chef. Zuvor war die Entsorgung St. Gallen an der Vadianstrasse untergebracht gewesen. Mit dem Einzug der Energieberatung des Kantons St. Gallen, die mit der Stadt in Energiefragen Synergien nutzen möchte, an der Vadianstrasse musste sich die Entsorgung nach neuen Räumlichkeiten umsehen.

«Wir sahen schnell, dass das Geschäftshaus am Blumenbergplatz gut zu uns passt», sagt Tobler vor der hellblauen Wand seines neuen Büros. Die Flächen waren frei, «das Timing stimmte», und finanziell gehe es auch auf (siehe Kasten). Die Kosten seien in etwa vergleichbar mit dem vorherigen Standort. Inklusive Amortisation des Innenausbaus.

Nicht mehr zurück

Bei der Gestaltung der Räume wurde Wert auf Transparenz und Offenheit gelegt. Glas, Parkett und ein freundliches Farbkonzept spielen eine wichtige Rolle.

25 bis 30 Mitarbeitende von Geschäftsleitung, Finanzen, Administration, Liegenschaftsentwässerung und Abfallentsorgung sowie Abfallberatung gehen hier ihrer täglichen Arbeit nach. Zudem sind die Archive nicht mehr in den Büros, sondern neu im Keller untergebracht.

«Das gibt Luft», sagt Tobler. Und: Es gefalle ihnen sehr am neuen Ort. «Zurück gehen wir bestimmt nicht mehr.»

Alle Flächen vermietet

Damit sind im Geschäftshaus am Blumenbergplatz, welches von der Stadt für knapp fünf Millionen Franken saniert wurde, alle Flächen vermietet. Ebenfalls neu eingezogen ist vor kurzem der Kulturraum Nextex von Visarte Ost, dem Berufsverband für visuelle Kunst, im ersten Stock. Weitere Mieter sind das Reisebüro Agustoni, das Kulturbüro der Migros Ostschweiz, eine Gesundheitspraxis sowie ein Architektur- und Immobilientreuhandbüro.