Die Eisdecke auf dem Buebenweier trägt noch nicht

Auf dem Seealpsee kann man Schlittschuh laufen, zum ersten Mal seit 2006. Auf dem Buebenweier in St.Gallen war Schlittschuhlaufen zuletzt vor sieben Jahren möglich. Gerald Hutter, Leiter des städtischen Strasseninspektorats, erklärt, warum die Eisfläche vorläufig noch gesperrt bleibt.

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2009 war der Buebenweier auf Drei Weieren zum Schlittschuhlaufen freigegeben. (Bild: Sam Thomas)

2009 war der Buebenweier auf Drei Weieren zum Schlittschuhlaufen freigegeben. (Bild: Sam Thomas)

Wann geben Sie den Buebenweier zum Schlittschuhlaufen frei?

Das weiss ich noch nicht. Wir ­haben das Eis am Mittwoch gemessen, es ist erst drei bis sechs Zentimeter dick. Das ist zum Schlittschuhlaufen zu wenig. Das Betreten des Weihers ist im Moment verboten und gefährlich.

Wie dick muss das Eis sein, damit man darauf Schlittschuh laufen kann?

Es braucht mindestens zwölf Zentimeter dickes, schwarz gefrorenes Eis. Erst dann ist die ­Sicherheit gewährleistet. Doch es kommt nicht nur auf die Dicke an.

Auf was noch?

Die Beschaffenheit des Eises ist ebenso wichtig. Kompaktes Eis ist tragfähiger. Je poröser es ist und je mehr Einschlüsse es enthält, desto dicker muss es sein, bevor man es betreten kann.

Gerald Hutter, Leiter Strasseninspektorat (Bild: pd)

Gerald Hutter, Leiter Strasseninspektorat (Bild: pd)

Wer gibt das Eis frei? Wer trifft diesen Entscheid?

Mitarbeiter des Strasseninspektorats. Bevor wir die Eisfläche aber öffnen, gibt es einen gemeinsamen Sicherheitsrundgang mit der Feuerwehr und der Stadtpolizei. Und wir prüfen das Eis minutiös, bevor wir es für die Öffentlichkeit freigeben.

Was heisst das konkret?

Zuerst messen wir regelmässig am Rand des Weihers. Später dann an verschiedenen Stellen, denn die Eisdicke kann je nach Messpunkt unterschiedlich sein. Schliesslich sägen wir mit der Motorsäge zwei bis drei Eisblöcke heraus, deren Beschaffenheit wir dann überprüfen.

Wie müsste das Wetter werden, damit man das Eis nutzen kann?

Dafür braucht es eine längere Kälteperiode.

Aber die letzten Tage waren doch kalt!

Ja, aber nicht kalt genug. Tagsüber herrschten Plustemperaturen, und die Sonne schien auf die Eisfläche. (rbe)