Die drei Optionen

Der St. Galler Stadtrat entscheidet heute über die Zukunft des Geothermieprojekts. Dabei stehen drei Optionen zur Debatte: Eine Weiterführung, eine Stilllegung und ein Abbruch.

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Der St. Galler Stadtrat entscheidet heute über die Zukunft des Geothermieprojekts. Dabei stehen drei Optionen zur Debatte: Eine Weiterführung, eine Stilllegung und ein Abbruch. Bei einer Weiterführung würde nach einer Verrohrung des Abschnitts zwischen 4000 und 4450 Metern – dieser ist nach dem Gasaustritt verschlossen worden – sogenannte Produktionstests durchgeführt. Dass es in der Tiefe heisses Wasser gibt, steht bereits fest. Fraglich ist allerdings noch, ob die Menge für den Betrieb eines Geothermiekraftwerks ausreichen würde.

Bei der zweiten Option, der Stilllegung oder Konsolidierung, würde das Bohrloch quasi konserviert. «Also vorübergehend geschlossen», wie Geothermieprojektleiter Marco Huwiler an einer Medienorientierung Ende Juli erklärt hatte. «In einem oder auch in zehn Jahren könnten wir das Geothermieprojekt wieder aufnehmen, wenn etwa neue Erkenntnisse vorliegen.»

Bei Option drei, dem Projektabbruch, würde das Bohrloch mit einem Betonpfropfen definitiv verschlossen. Das dauerte laut Marco Huwiler nur wenige Tage. In diesem Fall müsste die Stadt 30 Millionen Franken abschreiben. (mke)