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Die «Betonwüste» begrünen

Der Protest gegen die Sterilität des öffentlichen Raums hinter dem Bahnhof ist um eine Aktion reicher: Gestern haben FHS-Studierende den Vorplatz ihrer Schule mit Pflanzen symbolisch attraktiver gestaltet.
Mit Blumen haben FHS-Angehörige am Donnerstag gegen «die Einöde» hinter dem Bahnhof protestiert. (Bild: Fernando Trabadelo)

Mit Blumen haben FHS-Angehörige am Donnerstag gegen «die Einöde» hinter dem Bahnhof protestiert. (Bild: Fernando Trabadelo)

«Pflanz dich frei!» So lautete das Motto des gestrigen Protestes hinter dem Hauptbahnhof. Initiiert wurde die «Aktion Kaktus» gemäss einem Flugblatt von Studierenden und Dozierenden der Fachhochschule St. Gallen (FHS). Sie riefen ihre Kolleginnen und Kollegen auf, ebenfalls «einen pflanzlichen Beitrag» zur Neugestaltung der «Betonwüste» vor dem FHS-Zentrum mitzubringen. Bereits gestern kam auf dem Platz in rund fünfzig Töpfen, Vasen (oder zu solchen umfunktionierten Bierflaschen) eine beeindruckende Vielfalt an Blumen, Kakteen, Kraut und Unkraut zusammen.

Platz für Begegnungen schaffen

Ziel der Aktion ist gemäss dem Flyer, «auf die karge und triste Beton-Einöde hinter den St. Galler Bahngleisen» hinzuweisen. Von einer attraktiveren Platzgestaltung erhoffen sich die Initiantinnen und Initianten der Aktion auch einen positiven Einfluss auf die Bildungslandschaft. Das formalisierte Erlernen von Inhalten unter der Maxime der Wirtschaftlichkeit und das Punktesammeln für den Studienabschluss reiche nicht aus. Es müsse Raum vorhanden sein, «der zufällige Begegnungen ermöglicht und offen ist für einen lustvollen, informellen und interdisziplinären Austausch», und zwar «frei von Leistungsdruck».

Die «Aktion Kaktus» fordert die Entscheidungsträger von Stadt, Kanton und FHS daher auf, den Vorplatz der Schule nicht länger nur «unter dem Prinzip der Sterilität und grauen Einheitlichkeit zu betrachten». Er müsse so gestaltet werden, dass er «einen Austausch zwischen Menschen ermöglicht, neue Perspektiven zulässt sowie die Empathie und Solidarität stärkt».

Stadt will Gebiet aufwerten

Über die Gestaltung des öffentlichen Raums hinter dem Hauptbahnhof wird in St. Gallen heftig diskutiert. Ein Auslöser war der geplante Abbruch des Spanischen Klubhauses. Die Stadt hat jetzt diese Liegenschaft sowie weitere Häuser an der Lagerstrasse erworben. So soll eine Gesamtüberbauung möglich werden. Auch der immer wieder heftig kritisierten Gestaltung des öffentlichen Raums zwischen FHS und Geschäftshaus St. Leonhard will sich die Stadt annehmen. Der Quartierverein Rosenberg und die Gruppe «Tisch hinter den Gleisen» haben sich in die Debatte eingeschaltet. Die zweite Gruppe will konkrete Ideen zur Belebung des Gebietes entwickeln. (fet/vre)

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