«Die aufstrebendste Stadt im Kanton»

Der Rorschacher Gewerbeverein steigt mit viel Zuversicht ins neue Jahr. Zur Neujahrsbegrüssung im «Treppenhaus» erscheinen rund 100 Personen. Vereinspräsident Stefan Meier hebt in seiner Rede die Wichtigkeit der Projekte Hauptstrasse und Bahnhof Stadt hervor.

Res Lerch
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Vereinspräsident Stefan Meier bedankt sich bei Ruth Lanter fürs Organisieren der Neujahrsbegrüssung. (Bild: Res Lerch)

Vereinspräsident Stefan Meier bedankt sich bei Ruth Lanter fürs Organisieren der Neujahrsbegrüssung. (Bild: Res Lerch)

RORSCHACH. Das Treppenhaus war zum Bersten voll. Gewerbevereinspräsident und Stadtrat Stefan Meier nutzte den gebührenden Rahmen, um die wichtigsten Anliegen des Rorschacher Gewerbes zu skizzieren. «Das Treppenhaus, das uns heute Gastgeber ist, ist eines von vielen Beispielen, die zeigen, wie sich Rorschach in den vergangenen Jahren verändert hat und wie mit privatem Engagement ein schöner und attraktiver Ort entstehen kann. Dank solchem Engagement ist Rorschach heute das, was es ist: die aufstrebendste Stadt in unserem Kanton», sagte Präsident Stefan Meier sichtlich stolz vor den Gästen.

Hauptstrasse ist wichtig

Speziell erwähnte Stefan Meier noch, dass im Frühjahr erstmals ein Tischgespräch mit dem Vorstand geplant sei, an dem Themen aufgegriffen werden sollen, welche die Gewerbetreibenden direkt beschäftigen. Der Präsident blickte in seiner Grussbotschaft auch etwas nach vorn und hob zwei wichtige Rorschacher Projekte hervor. «Das Hauptstrassen-Projekt – notabene von einer Grosszahl der Stimmberechtigten bejaht – stockt aufgrund von Einsprachen. Der Bau des östlichen Teils ist aufgegleist, der westliche Teil wird blockiert. Ich wünsche mir, dass endlich mit der Verschönerung der Strasse begonnen werden kann, damit auch die dort ansässigen Gewerbler davon profitieren», sagte Meier.

Für Durchfahrt ohne Barriere

Zweiter Schwerpunkt für Meier ist die Erweiterung des Bahnhofs Rorschach Stadt und die damit verbundene Möglichkeit, endlich eine barrierefreie Durchfahrt in das Stadtzentrum zu schaffen. Dank einer Mitfinanzierung von 40 Prozent des Bundes über das Agglomerationsprogramm ist für Stefan Meier auch die finanzielle Belastung vertretbar.

Wahljahr stellt Weichen

Meier wies auch darauf hin, dass 2015 ein Wahljahr sei und im Herbst das eidgenössische Parlament neu bestellt wird. «Wir können also selber die Weichen stellen, wie gewerbefreundlich die Schweiz in den nächsten Jahren unterwegs sein soll. Wir haben die Möglichkeit zu wählen, ob wir Volksvertreter nach Bern entsenden, die uns weitere Regulationen schaffen. Regulationen notabene, die es heute schon massiv schwer machen, ein Gewerbe zu betreiben. Oder wir können Räte wählen, die zwar oft die richtigen Themen aufgreifen, dann aber ebenso oft übers Ziel hinaus schiessen und uns schlimmstenfalls in eine ungute Isolation führen», so Meier. Er wünscht sich, dass vernünftige Kräfte aus der politischen Mitte letztlich das Rennen machen und rief auf, zu wählen.

Nach seiner Ansprache hatten die Gäste genügend Zeit, sich auszutauschen. Es hat Tradition, dass die Neujahrsbegrüssung des Rorschacher Gewerbevereins nach dem offiziellen Teil noch ausgiebig ausgedehnt wird. Dieser Tradition blieb man auch am Mittwochabend treu.