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Die Altstadt ist von Parkhäusern umringt, es braucht kein weiteres am Schibenertor

«Stadt sagt Nein zum neuen Parkhaus», Ausgabe vom 24. September
Martin Beck Rotachstrasse 13, 9000 St. Gallen

«Stadt sagt Nein zum neuen Parkhaus», Ausgabe vom 24. September

Über die Argumente gegen eine weitere Parkgarage ist eigentlich alles gesagt. Begonnen hat die Geschichte mit der Ablehnung der ersten Marktplatzvorlage, woran diese Garage einen wesentlichen Einfluss hatte. Das war ein demokratischer Entscheid der Stimmenden. Schon da müsste es den Promotoren klar geworden sein, dass ein Parkhaus Schibenertor nicht realisierbar ist. Sich nun auf das Projekt von damals zu beziehen, ist unverständlich, es fand keine Mehrheit beim Stimmvolk. Auch aus Gründen, die nun zur Ablehnung des Gesuches führen. Der Ausbau des Schibenertors zu einer betonierten Verkehrsschneise mit fünf bis sechs Spuren zu Lasten der Fussgängerwege plus zwei Rampen in den Untergrund anstelle der Bäume, wäre an dieser Lage städtebaulich eine Katastrophe. Wer dies nicht einsieht, bevor er an einem unsinnigen Projekt weiter plant, darf sich nicht wundern, wenn sein Projekt abgelehnt wird.

Die Baubewilligungskommission ist eine politisch neutrale Behörde und hat mit der Ablehnung des privaten Projektes richtig und im Sinne der Stadt und des Stadtlebens entschieden. Argumentiert wird vom Verwaltungsratspräsident der City-Parking, Elmar Jud, auch mit den Entfernungen der Garagen zur Altstadt. Das ist lächerlich, sind doch die Garagen Brühltor und Burggraben kaum weiter entfernt und am Unteren Graben entsteht mit dem UG25 ein Grossparkhaus in 200 Metern Distanz zum Marktplatz. Die Altstadt ist von Parkhäusern umringt, den unwürdigen Nachfolgern der Stadtmauern, Tore, Gräben und Gärten.

Das ewige Jammern von zu wenigen Parkplätzen ist die beste Abschreckung für Besucher und Konsumenten. Es wäre an der Zeit, die Energien und Ressourcen statt in den Untergrund, in die Vielfalt der Altstadt zu investieren. Die Stadt hat, mit dem Geld aller Steuerzahlern dieser Stadt, die Gassen und Plätze neu gestaltet. Die Initiativen von Haus und Ladeneigentümern, endlich losgelöst von der leidigen Parkplatzpolemik, vermisse ich schon lange.

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