Die älteste Kunstform der Menschheit

«Wein, Weiber und Gesang» Ausgabe vom 11. Oktober 2013

Raffaele F. Schacher, Blumeneggstr. 52, 9403 Goldach
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Das Tattoo war nahezu in allen Zeiten und in allen bekannten Kulturen ein Erkennungszeichen, ein Zeichen von Initiation, Status und Stammeszugehörigkeit. Eine Art Ausweis, der nicht verlorengehen konnte. Mit der Zeit bekam die Tätowierung aber eine ambivalente, ja gar negative Konnotation. Sie stigmatisierte, ächtete, grenzte aus. Noch vor 30, 40 Jahren waren Tätowierte anders, ungewöhnlich, rebellisch, antibürgerlich. In dieser Zeit waren vor allem Seeleute, die von ihren Reisen einige Souvenirs mitbrachten und sie auf ihrer Haut verewigten, tätowiert. Heute hingegen ist das Tattoo zu einem Lifestyle-Produkt geworden. Vom 18jährigen Girlie bis zur 80jährigen rüstigen Oma, vom kleinen Angestellten bis zum Polizisten haben sie den Plausch, sich tätowieren zu lassen. Aber auch heute gilt, dass sich das wahre Verständnis für diese älteste Kunstform der Menschheit nur dem bewussten und achtsamen Menschen offenbart.

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