Deutliches Ja zu Millionenprojekt

Der Trakt C im Schulhaus Ebnet wird für über vier Millionen Franken saniert. Trotz des gestrigen Ja wird das Projekt vorerst einmal ruhen.

Corinne Allenspach
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Schüler haben Grund zur Freude: Der Trakt C im Schulhaus Ebnet wird ab Herbst 2018 saniert. (Bild: Ralph Ribi (31. März 2015))

Schüler haben Grund zur Freude: Der Trakt C im Schulhaus Ebnet wird ab Herbst 2018 saniert. (Bild: Ralph Ribi (31. März 2015))

Manchmal ist es kein gutes Zeichen, wenn sich im Vorfeld einer Abstimmung kaum jemand äussert. Keine Leserbriefe, keine offiziellen Stellungnahmen der Ortsparteien und Ende Oktober ein Infoabend der Schulgemeinde Andwil-Arnegg im kleinen Rahmen mit rund 30 Interessierten. Dabei ging es bei der Vorlage für die Sanierung des Trakts C im Schulhaus Ebnet um rund 4,25 Millionen Franken. Im Falle Andwil-Arneggs war die fehlende öffentliche Diskussion allerdings ein gutes Zeichen. Der Ende 2016 zurücktretende Schulratspräsident Emanuel Kummer weiss seit gestern: «Für die meisten Stimmberechtigten war offenbar einfach klar, dass man Ja sagt.»

Während der Bauzeit nach Gossau umziehen

Das Resultat spricht denn auch für sich. Von den gut 2600 Stimmberechtigten sagten 707 Ja zur Sanierung, 204 Nein. Das sind 77,6 Prozent Ja- zu 22,4 Prozent Nein-Stimmen. Die Stimmbeteiligung liegt bei 35 Prozent. Selbstredend, dass sich Kummer über die sehr deutliche Zustimmung freut. «Für mich ist es schön, das Amt so an meinen Nachfolger übergeben zu können. Wir haben ein ausgearbeitetes Projekt und das nötige Geld in der Kasse.» Die Sanierung lässt aber noch auf sich warten. «Das Projekt ruht erst einmal», sagt Kummer. Geplant sei, im September 2017 mit der Detailprojektierung zu beginnen. In den Herbstferien 2018 soll der Trakt C, der seit dem Bau 1975 nie umfassend saniert worden war, geräumt und danach bis zu den Sommerferien 2019 erneuert werden. Früher geht nicht, denn die betroffenen Schüler werden während der Bauzeit im Gossauer Lindenberg-Schulhaus unterrichtet. Für 2016 habe man diesbezüglich bereits einen Vertrag gehabt, sagt Kummer. Nachdem der Schulrat das Projekt aus Kostengründen nochmals überarbeiten liess, statt es im Frühling der Bürgerversammlung vorzulegen, verzögert sich das Ganze nun. Denn 2017 brauchen die Gossauer das Schulhaus selber. Trotzdem sei es das einzig Richtige gewesen, das Projekt abzuspecken. «Anfangs war es viel zu teuer», sagt Kummer. Vor allem der Einbau eines Lifts hätte massive Auswirkungen gehabt.