Desinformieren um zu diskreditieren?

Das Wort des Jahres 2016: postfaktisch – nach den Fakten, nach der Wahrheit. Was kann und soll man in postfaktischen Zeiten noch glauben? Was tun wenn Gerüchte und Fake News einmal losgelassen? Das fragen sich seit kurzem die Mitglieder und Unterstützer des Petitionskomitees am Berg, das sich für den Erhalt unseres Gemeindewappens einsetzt. Denn beides, sei es Gerücht oder Fake News, ist stets von öffentlichem Interesse, wobei sich deren Inhalt meist diffus verbreitet, um letztlich Wahrheiten zu verdrehen und zu manipulieren. Man könnte nüchtern konstatieren: Der grösste Schuft im ganzen Land ist und bleibt der Denunziant. So kursieren denn zurzeit Gerüchte, das die Unterschriftensammlung für unser Wahrzeichen am Berg ein Frontalangriff auf den Gemeinderat darstellen soll. Die Petitionäre und ihre Unterstützer würden Vertretern der Gemeinde unterstellen, unser Wappen abschaffen zu wollen. Auch wird gemunkelt, das absichtlich Unruhe in der Gemeinde gestiftet werden soll und die SVP-Ortspartei Stimmenfang betreibe, um mehr Aufmerksamkeit zu erhaschen. Dies entspricht nicht den Fakten, der Wahrheit und dem Ziel der Petition. Das Petitionskomitee kämpft nicht gegen die Gemeinde und ihre Bürger. Auch nicht gegen die Exekutive und Parteien. Es ringt fair und im Namen vieler Gleichgesinnter um den Erhalt von einem unverzichtbaren Stück Geschichte – unserem traditionellen Wappen! Dieses soll künftig wieder präsenter wahrgenommen werden und auch auf offiziellen Korrespondenzen der Gemeinde ersichtlich sein. Als Mitglied des Komitees bitte ich die Köche in der Gerüchteküche freundlichst, um einen Faktencheck über den Inhalt des Petitions­rezepts. Den Konsumenten der Gerüchteküche empfehle ich bei Magenverstimmungen, den aufklärenden Kontakt zum Komitee und nicht zuletzt, den bewährten Griff zu Bullrichsalz.

Sven Rohner, Seehaldenstrasse 18, 9404 Rorschacherberg
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Sven Rohner, Seehaldenstrasse 18, 9404 Rorschacherberg