Designklassiker im Domus

Domus, der St. Galler Spezialist für Raumgestaltung, Möbel und Licht, wird vierzig. Gefeiert wird unter anderem mit einer Sonderausstellung zur Designmöbel-Geschichte.

Michael Zwicker
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Domus-Inhaber Bruno Manser (links) und der neue Geschäftsleiter Marc Künzle vor Designmodellen. (Bild: pd)

Domus-Inhaber Bruno Manser (links) und der neue Geschäftsleiter Marc Künzle vor Designmodellen. (Bild: pd)

«Corbusiers LC2 Sessel», «Eames Lounge Chair» oder «USM Büromöbel»: Sie gehören zu den bekanntesten und gefragtesten Designklassikern. Sie sind modern und zeitlos. Und sie passen damit perfekt zur Domus Leuchten und Möbel AG, die diese Tage das 40jährige Bestehen feiert. Neben einem zweitägigen Jubiläumsfest präsentiert Domus eine Sonderausstellung zur Designmöbel-Geschichte. Und das Unternehmen begrüsst den neuen Geschäftsleiter, Marc Künzle.

«Keine Handschrift erkennbar»

Die Domus-Geschichte beginnt in den 1970er-Jahren. Damals sorgte laut Marc Künzle die Erfindung des Halogenlichts für «revolutionäre Neuerungen» auf dem Markt für Beleuchtungen – auch bezüglich des Designs. In diesen Markt stieg der Domus-Begründer Paul Frischknecht ein. Er bezog am Oberen Graben ein Lokal, in dem er vorwiegend «moderne Leuchten» verkaufte. 1984 übernahm Thomas Müller das Geschäft und ergänzte das Sortiment mit dem «USM Möbelbausystem» und weiteren ausgewählten Einrichtungsstücken. Heute ist die Domus Leuchten und Möbel AG im Besitz von Bruno Manser und an der Davidstrasse 24 auf vier Stockwerken zu Hause. Neben dem Verkauf von Designmöbeln und Leuchten internationaler Marken konzipiert Domus auch Inneneinrichtungen für Privat- und Geschäftskunden. Geplant und umgesetzt hätten sie etwa die Inneneinrichtung der Lokremise, des Kantonsspitals oder der Loge der AFG Arena, sagt Marc Künzle. «Weil wir bei unseren Projekten auf die individuellen Bedürfnisse unserer Kunden eingehen, lässt sich in den verschiedenen von uns gestalteten Einrichtungen auch keine eigene Handschrift erkennen.» Das ist gemäss Künzle ein Zeichen von Qualität.

Geschichte von Designmöbeln

Das zweitägige Jubiläumsfest findet morgen Freitag, von 9 bis 20 Uhr, und am Samstag, von 9 bis 17 Uhr, statt. Neben Livemusik, Wein, Kaffee und kulinarischen Gaumenfreuden gehört auch die Sonderausstellung «Miniatures Exhibition» des deutschen Designmuseums Vitra zum Jubiläumsprogramm. Gezeigt werden in einem Massstab von 1:6 100 Stühle und Sessel, welche die Designgeschichte von 1850 bis heute prägten. Jede Miniatur entspricht in Konstruktion, Material und Farbe dem Original. Die Ausstellung beginnt heute und dauert bis 14. August. Da die Domus-Räume an der Davidstrasse für die ganze Ausstellung zu klein sind, wird ein kleinerer Teil der Modelle im Textilmuseum und im Showroom des Baumaterialherstellers Plättli Ganz gezeigt.

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