Der Wuga fehlt das Weihnachtsflair

Von Donnerstag bis gestern Sonntag ging nach langem Warten wieder die Wuga in Goldach über die Bühne. Die Veranstalter ziehen bereits eine positive Bilanz und zeigen sich mit den Konzeptänderungen zufrieden. Besucher bedauern, dass es keinen Weihnachtsmarkt mehr gibt.

Jan Hoefliger
Drucken
Teilen
Mohammed Nensi Aussteller, Gossau

Mohammed Nensi Aussteller, Gossau

GOLDACH. Nach zweijähriger Verschnaufpause öffnete die Wuga von Donnerstag bis Sonntag zum 61. Mal ihre Tore. Die Organisatoren überarbeiteten dabei das Konzept der Ausstellung neu. Für OK-Präsident Andreas Grüter haben sich die vorgenommenen Neuerungen bewährt. Auch die Rückmeldungen der Besucher seien mehrheitlich positiv ausgefallen. «Die Wuga wird 2018 wohl im selben Rahmen stattfinden», sagt Grüter. Obwohl die Ausstellung um die Hälfte schrumpfte, seien die Besucherzahlen in etwa gleich geblieben. Gross wachsen werde die Wuga im Hinblick aufs nächste Mal nicht. Mit 49 Ausstellern sei man an der Kapazitätsgrenze der Mehrzweckhalle angekommen.

Fokus auf lokalem Gewerbe

Zu den Neuerungen gehört zum Beispiel, dass die Organisatoren wegen des hohen Aufwandes und der eher bescheidenen Nachfrage auf ein Festzelt verzichteten. Stattdessen verlagerte man die Festwirtschaft nach innen in die Wartegghalle. Laut Grüter habe dies gut funktioniert und auch die festlichen Aktivitäten seien bis auf wenige Ausnahmen friedlich abgelaufen. Dies unter anderem, weil nach 21 Uhr nur noch ab 18 Jahren Einlass gewährt wurde. Neu richteten die Veranstalter den Fokus der Ausstellung auch wieder vermehrt auf das lokale Gewerbe. Ausser drei Banken und zwei Versicherungen stammten die diesjährigen Aussteller allesamt aus dem regionalen Gewerbe, so Grüter. Indem das OK das Goldacher Gewerbe zuerst anschrieb, wollte man den hiesigen Betrieben bewusst die Gelegenheit geben, sich zuerst Standplätze zu sichern. Auch Verbesserungsvorschläge seien schon einige eingegangen. So wünschten sich Besucher unter anderem mehr Weihnachtsdekoration im Eingangsbereich sowie ein Fondue- oder Raclettebeizli. Alles Optionen, die das Organisationskomitee fürs nächste Mal prüfen werde, so Grüter.

Keine Weihnachtsausstellung

Trotz des Namens sei die Weihnachts- und Gewerbeausstellung, kurz und traditionelle Wuga, eigentlich keine Weihnachtsausstellung mehr, sondern beschränke sich auf das Gewerbe, gibt Grüter zu. Eine Weihnachtsausstellung werde in Goldach aber bereits durch den Weihnachtsmarkt in den Kellen angeboten. Gegen Weihnachtsstände an der Wuga würden vor allem die hohen Kosten sprechen. «Bei den jetzigen Standkosten lohnt es sich für die wenigsten Betreiber von Weihnachtsständen, hier auszustellen», sagt Grüter.

Joël Greiner Besucher, Goldach

Joël Greiner Besucher, Goldach

Susanne Fuchs Besucherin, Greppen

Susanne Fuchs Besucherin, Greppen

Julia Emmert Ausstellerin, Rorschach

Julia Emmert Ausstellerin, Rorschach

Gabi Neumann Ausstellerin, Wängi

Gabi Neumann Ausstellerin, Wängi

Christof Bischof Aussteller, Rorschach

Christof Bischof Aussteller, Rorschach

Andreas Grüter OK-Präsident Wuga Goldach (Bild: rtl)

Andreas Grüter OK-Präsident Wuga Goldach (Bild: rtl)