Der Windchill-Effekt

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Wenn im Winter der Wind weht, hat man schnell das Gefühl, dass die Temperatur viel niedriger ist, als sie auf dem Thermometer erscheint. Tatsächlich empfinden wir bei tiefen Temperaturen mit zunehmendem Wind eine grössere Kälte. Dieses Mass wird in der fühlbaren Temperatur ausgedrückt. Der Windchill (engl. wind chill = «Windkühle») beschreibt den Unterschied zwischen der gemessenen Lufttemperatur und der gefühlten Temperatur in Abhängigkeit von der Windgeschwindigkeit. Der Windchill ist also ein Mass für die windbedingte Abkühlung eines Objektes, speziell eines Menschen und dessen Gesicht. So wird z. B. bei einer Temperatur von –20 Grad Celsius und der geringen Windgeschwindigkeit von nur 20 km/h eine Temperatur von etwa –30 Grad Celsius empfunden, was innerhalb von 30 Minuten bereits zu Erfrierungen führen kann. (aw)