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Der Umzug dauert 15 Minuten

Diese Woche zügeln die Geriatrische Klinik und alle ihre Patienten ins Provisorium. Danach starten Erweiterung und Sanierung der Klinik an der Rorschacher Strasse 94. Die Baukosten belaufen sich auf insgesamt rund 50 Millionen Franken.
Christoph Renn
Das lichtdurchflutete Treppenhaus und die Lifte im Provisorium.

Das lichtdurchflutete Treppenhaus und die Lifte im Provisorium.

Christoph Renn

christoph.renn

@tagblatt.ch

In der Geriatrischen Klinik herrscht reges Treiben. Arbeiter tragen Möbel durch die Gänge, Pflegerinnen bringen volle Schachteln in die neuen Räume des Provisoriums direkt neben der Klinik. Tische, Schränke, Computer und sogar die Tastaturen sind mit Nummern versehen. «So weiss das Zügelteam genau, was in welchen Raum gehört», sagt Robert Etter, Direktor der Geriatrischen Klinik. Noch riecht es nach frischer Farbe in den hellen Räumen des Provisoriums, intern Haus Minerva genannt. Momentan laufen die letzten Vorbereitungsarbeiten für die grosse Umzugswoche. Die Teeküchen werden eingerichtet, die Therapieräume vorbereitet. Nur die Patientenzimmer stehen noch leer. Bis Mitte kommender Woche muss alles bereit sein. Dann werden die rund 100 Patienten durch einen Verbindungsgang in die neuen Zimmer geführt. Und es soll schnell gehen: «Ziel ist es, dass wir pro Patient höchstens 15 Minuten brauchen, um ihn von seinem jetzigen ins neue Zimmer zu transportieren, damit er vom Umzug möglichst wenig mitbekommt.»

Das vierstöckige Provisorium südlich der Geriatrischen Klinik wurde in nur wenigen Monaten erstellt. Die Montage der vorgefertigten Raummodule begann am 16. Januar. «Die einzelnen Elemente wurden fixfertig angeliefert», sagt Arno Noger, Präsident des Verwaltungsrates der Geriatrischen Klinik St. Gallen AG. Durch den modulartigen Bau gleicht jeder Stock dem anderen, jede Station ist gleich aufgebaut. Was für die Patienten einen grossen Vorteil bringt: «Im Provisorium haben wir deshalb ausschliesslich Einzel- und Zweierzimmer, die mit eigenen Nasszellen ausgerüstet sind, was in der heutigen Klinik nicht durchgehend der Fall ist.» Heute werden zum Teil noch vier betagte Patienten im selben Zimmer untergebracht. Auch die Stations- und Untersuchungszimmer und die Therapieräume finden im neuen Gebäude Platz. Administration, Stäbe und Dienste sind derweil ins Linsebühlhaus auf dem Bürgerspitalareal gezogen.

Gesamtes Projekt kostet 50 Millionen Franken

Der Betrieb der Klinik wird während der ganzen Umzugsphase aufrechterhalten und auch danach. «Das ist für uns der entscheidende Punkt», sagt Robert Etter. «Hätten wir das Hauptgebäude in Etappen saniert, hätten wir den Betrieb einschränken müssen.» Dies hätte wiederum Personalentlassungen mit sich gezogen. Auch die Anzahl Plätze im Provisorium bleibt fast gleich. «In Minerva gibt es 112 Betten. Das sind lediglich zwei weniger als im Hauptgebäude», sagt Etter. Die gedeckte und zum Teil unterirdische Verbindung zum Kantonsspital bleibe während der ganzen Bauphase benutzbar. Baustart für die Sanierung der Geriatrischen Klinik ist am 3. Juli. Bis dahin bleibt der Haupteingang am selben Ort. Danach ist er auf der hinteren Seite des neuen Gebäudes.

Die Umbauarbeiten der Klinik dauern voraussichtlich bis 2020 (siehe Zweittext). Und so lange wird der Betrieb im Provisorium geführt. Die Kosten für das provisorische Klinikgebäude belaufen sich – nach Abzug des Wiederverkaufswerts des Gebäudes – auf rund 6,8 Millionen Franken für die Betriebszeit von drei Jahren. Insgesamt kostet die Sanierung und Erweiterung der Geriatrischen Klinik inklusive Provisorium und neuer Einrichtung rund 50 Millionen Franken.

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