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Der Stadt-Land-Graben

Zehn Schweizer Stadtpräsidenten, darunter Thomas Scheitlin aus St. Gallen, schreiben in einem Brief an den Bundesrat, sie hätten das Abstimmungsergebnis zur Masseneinwanderungs-Initiative «mit grosser Besorgnis zur Kenntnis» genommen. Unterzeichnet haben neben St.

Zehn Schweizer Stadtpräsidenten, darunter Thomas Scheitlin aus St. Gallen, schreiben in einem Brief an den Bundesrat, sie hätten das Abstimmungsergebnis zur Masseneinwanderungs-Initiative «mit grosser Besorgnis zur Kenntnis» genommen. Unterzeichnet haben neben St. Gallen die Städte Genf, Lausanne, Biel, Bern, Solothurn, Luzern, Basel, Winterthur und Zürich.

Zwischen Stadt und Land klafft, was das Abstimmungsergebnis anbelangt, ein tiefer Graben. In den Städten war die Initiative, die mit 50,3 Prozent hauchdünn angenommen wurde, klar verworfen worden. Der durchschnittliche Nein-Stimmenanteil lag in den zehn erwähnten Städten bei 64 Prozent. In St. Gallen betrug er knapp 60 Prozent. In der Region hatten nur noch Mörschwil und Rorschach die Initiative abgelehnt.

Die Stadtpräsidenten wollen bei der Umsetzung der Initiative von Beginn an mitreden. Die Interessen der Städte müssten berücksichtigt werden: Man brauche weiterhin «einen funktionierenden Zugang zu ausländischen Arbeitskräften». (cw)

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