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Der Spätberufene ist schon Leader

Routine ist noch nicht die Stärke des St. Gallers Robert Natau. Der 33-Jährige bestreitet erst seit einem Jahr internationale Autorennen. In dieser Saison ist er als Neuling mit einem Chevrolet unterwegs und führt die Gesamtwertung nach vier Rennen überraschend an.
Daniel Good
Robert Natau fährt morgen und am Sonntag in Tschechien. (Bild: Peter Fryba)

Robert Natau fährt morgen und am Sonntag in Tschechien. (Bild: Peter Fryba)

AUTOMOBIL. Robert Natau fährt erst seinem Jahr Autorennen. Er ist schon 33jährig. Für seine Leidenschaft tut er alles – in einer Sportart, in der normalerweise Teenager mit Go-Kart-Fahren versuchen, ihre Karrieren zu lancieren. Aber der Späteinsteiger ist erfolgreich. In den ersten vier Rennen im Chevrolet Cruze Eurocup fuhr der St. Galler immer aufs Podest.

Natau ist Debütant in dieser Rennserie. Aber schon die zweite Prüfung in Ungarn gewann er. Überdies erreichte er zweimal Platz zwei. Einmal – in Spielberg in Österreich, wo auch Formel-1-Rennen stattfinden – wurde er Dritter. Er bezahlte Lehrgeld. «Da hätte auch mehr herausschauen können», sagt Natau. «Ich war wohl der stärkste Fahrer im Feld, führte nach dem Start, in den entscheidenden Moment war ich aber zu wenig konsequent.» Der Rückfall auf Platz drei hatte mit der mangelnden Routine Nataus zu tun. Solche Erfahrungen sind für die Zukunft jedoch wichtig. Denn Natau hat vor, noch viele Jahre auf den Rennstrecken zu verbringen. Dazu braucht er nicht nur Rennglück, sondern auch Geld. Einen Sponsor hat er schon an Land gezogen. Aber um weiter Fuss zu fassen im teuren Automobilrennsport, benötigt er noch weit mehr Support.

Der Simulator-Profi

Morgen und am Sonntag stehen in Most die nächsten Rennen für Natau an. Der Ostschweizer reist als Leader der Gesamtwertung nach Tschechien. Der Neuling kennt auch diese Strecke nicht. Aber das ist fast immer der Fall. Mit stundenlangem Training mit einem Simulator eignet sich Natau jeweils Streckenkenntnisse an.

An der Spitze bleiben

Natau ist Ingenieur von Beruf und mit technischen Angelegenheiten vertraut. Technisch ist er den Teenagern in den Go-Karts wohl meilenweit voraus. Womöglich auch, was die Einstellung zum Sport betrifft. Feierabende, freie Wochenenden und Ferien gibt es für Natau nicht.

Ende der Saison will er nach zehn Rennen die Gesamtwertung mindestens als Zweiter beenden. «Most liegt mir besser als Spielberg», sagt der Rennfahrer. Mit guten Ergebnissen kann sich Natau weiteres Interesse in Sponsorenkreisen verschaffen. Denn der Eurocup mit Chevrolet soll nur eine Zwischenstation sein, nachdem er mit einem Dacia angefangen hatte.

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