«Der schlimmste Lärm ist vorbei»

Die GHG realisiert mit dem Um- und Neubau ihrer Altersheime das grösste Bauprojekt ihrer Geschichte. Gestern haben die Verantwortlichen über die Fortschritte informiert und den Jahresbericht 2015 vorgestellt.

Katharina Brenner
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«Die Gemeinnützige und Hilfs-Gesellschaft schaut auf ein erfreuliches Jahr 2015 zurück», sagt Patrik Müller, Geschäftsleiter seit Februar 2016. Um die einzelnen Institutionen zu entlasten, hatte die GHG im vergangenen Jahr ihre Buchhaltung in der neuen Geschäftsstelle an der Fürstenlandstrasse zentralisiert. Der Umsatz sei nur leicht gestiegen von 47,2 auf 47,8 Millionen, sagt Müller. Dafür hätte die GHG den Personal- und Administrativaufwand gesenkt, was zu einem positiven Betriebsergebnis von 3,6 Millionen Franken führte. «Alle Institutionen erzielten 2015 positive Abschlüsse.»

Über eine Million gespendet

Er möchte die Verbundenheit der Bevölkerung betonen, sagt Müller. Für den Neubau des «Tandems» in Abtwil, das Menschen mit Wahrnehmungsstörungen unterstützt, habe die GHG Spenden in Höhe von 1,1 Millionen Franken erhalten. Trotzdem stehe sie vor finanziellen Herausforderungen. Für die Heilpädagogische Schule (HPS) und die CP Schule für Kinder mit Körperbehinderung gebe der Kanton keine Defizitgarantie mehr. Die GHG muss mit dem vom Kanton zur Verfügung gestellten Geld auskommen.

Eine grosse Herausforderung seien der Umbau des Josefshauses, der Neubau des Marthaheims und die Verschiebung der Villa Jacob mit Gesamtkosten von über 30 Millionen Franken, sagt Müller. Seit Ostern wird das Josefshaus umgebaut. Im neuen sechsten Stock entstehen ein Restaurant mit Terrasse und ein Aktivierungsraum. Dieser Ausbau soll bis Oktober dauern. Anfang November sollen der Zwischenbau, der das Josefshaus und die Villa Jacob verbindet, abgebrochen und die Villa im Frühjahr 2017 verschoben werden. An dieser Stelle soll bis 2019 der Neubau des Marthaheims entstehen. Es folgt der Umbau der unteren drei Stockwerke des Josefshauses. 2020 soll das gesamte Bauprojekt beendet sein. Statt der 110 Plätze werden die Altersheime Josefshaus und Marthaheim dann 130 haben.

Ein Hospiz in der Villa Jacob

Bis auf etwas mehr Staub in den Fluren störten die Bauarbeiten kaum, sagt Dorji Tsering, der die Heime seit Januar 2016 leitet. Alles verlaufe nach Plan, und der schlimmste Lärm sei vorbei. Einige Bewohner würden die Bauarbeiter bereits beim Namen kennen. Tsering sagt, er fände es schön, wenn in die Villa ein Hospiz einziehen würde. Der Käufer stehe in Kontakt mit dem Hospiz St. Gallen, sagt Heinz Lorentini, Präsident der GHG. Da der Vertrag noch nicht unterschrieben sei, nenne er den Namen nicht.