Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

«Der Rasen im Espenmoos war der beste»

Spielunterlage Er ist der erfolgreichste Torschütze der jüngeren Geschichte des FC St. Gallen: Alexander Tachie-Mensah. Von 2002 bis 2007 schoss der Ghanaer in Grün-Weiss 64 Tore, bevor ihn eine schwere Verletzung zum Karriereende zwang. Für den Ex-Stürmer besteht kein Zweifel, dass Naturrasen nach wie vor die beste Spielunterlage ist.

«Als Fussballer rutscht man weg, fällt um, macht schnelle Richtungswechsel. Ein harter Kunstrasen ist für diese Art von Bewegung sicher nicht ideal», sagt Tachie-Mensah. Der 40-Jährige arbeitet heute beim Namensgeber der FCSG-Heimstätte, dem Thurgauer Schuhhersteller Kybun. Und er ist überzeugt: «Für Gelenke und Muskulatur gibt es nichts besseres als einen ganz normalen Naturrasen.» Tachie-Mensahs Karriere startete beim kleinen Verein Cornerstone FC in seiner Geburtsstadt Kumasi. Von dort aus ging’s weiter zum Erstligisten Ebusua Dwarfs nach Cape Coast und dann zu Xamax, bevor Tachie-Mensah im Winter 2002 in der Ostschweiz landete.

«Der Hybridrasen fühlt sich wie Naturrasen an»

«Ich habe in all den Jahren natürlich auf vielen Rasen von unterschiedlicher Qualität gespielt», erinnert sich Tachie-Mensah. An Kunstrasen würde in Ghana beispielsweise niemand denken. «Stellen Sie sich vor, bei 45 Grad auf einer solchen Unterlage spielen zu müssen. Da würden sich die Spieler verbrennen, sobald sie den Boden berühren», sagt er. Die Mischung aus Synthetik und Natur, also ein Hybridrasen, wie er in diesen Wochen im Kybunpark heranwächst, ist für Alex Tachie-Mensah nichts Unbekanntes. «Ich habe auf solchen Unterlagen bereits vor acht oder neun Jahren gespielt», sagt er. Einmal, in der südspanischen Stadt Málaga, habe er während des Spiels gar nicht gemerkt, dass der Rasen nicht nur natürliche, sondern auch künstliche Bestandteile hatte. «Es hat sich auf dem Feld wie Naturrasen angefühlt, und das ist ja auch gut so.»

Weich und natürlich soll das Grün sein

Der robuste und schnelle Stürmer schaffte es auf dem Höhepunkt seiner Karriere ans grösste und wichtigste Turnier der Welt: an die Weltmeistschaft 2006 nach Deutschland. Dort kam er zu drei Kurzeinsätzen, spielte gegen Italien mit Totti, Pirlo und Buffon, und gegen Brasilien mit Ronaldo, Kaká und Roberto Carlos. Doch welcher Rasen war der beste, auf dem Alexander Tachie-Mensah jemals gestürmt hat? Jener im Westfalenstadion in Dortmund? Oder im St.-Jakob-Park in Basel? «Der Rasen im Espenmoos war der beste», sagt der Torjäger und zögert dabei keine Sekunde. «Im Sommer war er jeweils schön natürlich und weich, perfekt geeignet für meine Spielerqualitäten», erinnert er sich.

Wie wichtig ist der Rasen eigentlich für einen Fussballer? «Natürlich spielt es eine Rolle, ob der Rasen perfekt eben und weich ist oder eben nicht», sagt er. «Je schöner der Rasen, desto besser läuft der Ball.» Am Ende würden aber alle auf demselben Grün spielen, ob Kunst-, Hybrid oder Natur. «Man muss sich dem anpassen, was man zur Verfügung hat.»

Luca Ghiselli

luca.ghiselli@tagblatt.ch

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.