Der Pilz kam über Japan und Polen

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Befall Die Eschenwelke wurde vor zehn Jahren das erste Mal in der Schweiz nachgewiesen. Bis heute hat sich die Pilzkrankheit rasant verbreitet. Der Pilz, der die Eschenwelke verursacht, wurde gemäss aktuellem wissenschaftlichen Kenntnisstand wohl aus Japan importiert.

Anfang der 1990er-Jahre wurde die Pilzkrankheit erstmals in Polen nachgewiesen. Und das bedeutet: Die hier heimische Esche konnte im Verlauf der Zeit keine Koevolution mit diesem Pilz aus Japan durchlaufen – und so auch keine Abwehrmechanismen gegen diesen Schädling entwickeln. Die Auswirkungen der Eschenwelke auf die Bäume sind indes nahezu verheerend. Die Pilzsporen befallen Blätter, diese verfärben sich danach meist braun.

Der Erreger verbreitet sich danach weiter in die Zweige sowie Stämmchen junger Eschen, die ebenfalls absterben und sich verfärben. Als Folge davon sterben auch Teile der Krone ab – der Baum bildet danach Ersatztriebe, es bilden sich Büschel. (ghi)