Der neue Aufgang ist pünktlich fertig

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Die Lift- und Treppenanlage an der Museumsstrasse ist in Betrieb.

Die Lift- und Treppenanlage an der Museumsstrasse ist in Betrieb.

Einweihung Auf dem Unteren Brühl fahren am Montagmorgen Lastwagen im Minutentakt vor. Der Aufbau für den Herbstjahrmarkt ist im Endspurt, und bei all dem Trubel geht beinahe unter, dass ein neues Bauwerk eingeweiht wird. Rund acht Monate nach Baubeginn hat die Cityparking AG nämlich die neue Lift- und Treppenanlage an der Museumstrasse in Betrieb genommen. Sie ermöglicht nun auch von Osten her einen barrierefreien Zugang zur Parkgarage Schibenertor – bisher war das nur über die Brühltorpassage im Westen des Parkhauses möglich. Dort gelangt man barrierefrei aber nur ins erste Untergeschoss, beim neuen Aufgang ist auch das zweite Untergeschoss erschlossen.

Die Lift- und Treppenanlage hat trotz kurzer Bauzeit eine lange Geschichte. Bereits als die Baubewilligung für die Erweiterung des Parkhauses Brühltor 2006 erteilt wurde, wies die Baubewilligungskommission auf den Mangel hin, die Garage sei nur teilweise behindertengerecht. Ursprünglich hätte sie auf den damals beim Theater geplanten Kulturplatz abgestimmt werden sollen. Als der Stadtrat 2015 die Pläne dafür aber aus finanziellen Gründen beerdigte, änderte sich die Ausgangslage. Gleichzeitig verzögerten Einsprachen eines Grundeigentümers den Bau der Lift- und Treppenanlage – das Verwaltungsgericht schützte aber dann die Beschwerde der Bauherrschaft. Im Februar 2017 konnte schliesslich mit den Tiefbauarbeiten begonnen werden, pünktlich vor dem Olma-Start am Donnerstag ist die Anlage nun auch in Betrieb.

Die Treppe vor der Tonhalle kommt weg

«Es ist ein kleines, aber feines Bauwerk», sagte Elmar Jud am Montag an der Einweihung. Die Kosten dafür betragen rund 1,6 Millionen Franken. Wie Architekt Markus Bollhalder sagte, stelle die Anlage auch eine wesentliche städtebauliche Verbesserung dar. «Die Treppe vor der Tonhalle braucht es damit nicht mehr. Und das ist gut so.» Der Abgang vor dem Restaurant Concerto sei nämlich ein «Unding». Mit der Beseitigung der Treppe könne die Verbindung zwischen Tonhalle und Unterem Brühl wieder offener gestaltet werden, was einem städtebaulichen Gewinn gleichkomme. Die neue Lift- und Treppenanlage würde sich ausserdem in eine ganze Reihe von Kleinbauten in diesem Teil der Museumsnacht einfügen – angefangen bei der öffentlichen WC-Anlage beim Car-Parkplatz. «Der Aufgang reiht sich wie selbstverständlich ein.» Zudem kann der Vorbereich zwischen Tonhalle und Theatergebäude sowie der Strassenraum der Museumstrasse freigehalten werden.

Architektonisch habe er sich an den anderen Aufgängen der Tiefgarage orientiert, sagte Bollhalder. «Es ist kein spektakulärer Bau, soll es aber auch gar nicht sein.» Wichtig sei, dass die Transparenz gegeben sei. So habe man einen Glaslift eingebaut, und auch die Treppe sei hell und mit freiem Einblick gestaltet worden. «Der Lift soll schliesslich kein WC werden», sagte Bollhalder. Als nächstes Projekt nimmt die Cityparking AG dann die Sanierung des Parkhausdaches im Bereich der Einfahrt Tonhalle in Angriff. (ghi)