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Der Marathon hinter den Kulissen

RORSCHACH. Die Gäste in den Rorschacher Restaurants können sich am A-cappella-Festival bei feinem Essen und Musik entspannen. Anders sieht es bei den fünf Vokalgruppen aus, die im 20-Minuten-Takt von Lokal zu Lokal hetzen. Ein Augenschein.
Corina Tobler
Stilvoll und originell: Mélanie Lacroix, Rebekka Bräm, Andrea Fischer und Anna Liechti (v.l.) begeistern im Mariaberg mit Bliggs «Manhattan». (Bild: Corina Tobler)

Stilvoll und originell: Mélanie Lacroix, Rebekka Bräm, Andrea Fischer und Anna Liechti (v.l.) begeistern im Mariaberg mit Bliggs «Manhattan». (Bild: Corina Tobler)

Es ist 20 Uhr, das «Engler's am See» ist bis auf den letzten Platz besetzt. Die Gäste warten gespannt auf Dezibelles, die vier jungen Zürcher Studentinnen Rebekka Bräm, Andrea Fischer, Mélanie Lacroix und Anna Liechti, die den Abend eröffnen werden. Die Auftritte in Rorschach sind für die Gruppe eine völlig neue Erfahrung. Sie teilen sie an diesem Samstag mit dem Appenzeller Engel Chörli, den Aargauern von A-Live sowie den deutschen Gruppen Voice-n-Girls und Vocal 5. «Wir stellen uns das Ganze sehr anstrengend vor. Hoffentlich halten wir dem Vergleich mit den anderen stand – und überleben diesen Marathon!»

Bootcamp für die Stimme

Forsch marschieren die vier ins Lokal, wo sie zur Verblüffung des Publikums den mittelalterlichen Gesang «Media Vita» anstimmen – nur um eine Viertelstunde später über Volksmusik bei amüsant interpretiertem Pop und Jazz zu landen. Der begeisterte Applaus des Publikums lässt keinen Zweifel offen: Dezibelles haben mit Stimme und Auftritt gepunktet – und sind zu spät dran, wie ihre Betreuerin Dani Müller sanft mahnt.

Kaum haben die vier einen Schluck Wasser getrunken («War das trocken da drin!»), geht es weiter ins «Mariaberg». Der kurze Weg wird nicht zur Erholung, sondern für Stimmübungen und knallharte Selbstkritik genutzt. «Bis zum Schluss sollten wir die Lieder schon fehlerfrei können», meinen sie schmunzelnd. Tatsächlich klappt im «Mariaberg» alles wie am Schnürchen. Wenig später im «Stadthof»: Das Publikum ist hingerissen, die Sängerinnen beginnen aber die Anstrengung zu spüren. «Das ist A-cappella-Bootcamp», sind sie sich einig. Es sei extrem schwierig, Stimme und Konzentration frisch zu halten.

«Wir sind absolut fertig»

Da kommt die Verschnaufpause vor dem Auftritt im Seerestaurant gerade richtig. Mehrere Gläser Wasser später stehen die Sängerinnen erneut auf der Bühne – «und diesmal werden wir uns ganz bewusst auf jedes Lied freuen.» Die Mission glückt, auch das vierte Publikum klatscht lautstark. «Wir sind wieder da!» Und auch gleich wieder weg, mit dem Bus in Richtung Wartegg. Dort wird die Choreographie wegen der kleinen Bühne zur Herausforderung, die die Dezibelles aber mit Improvisation und viel Humor meistern.

Zurück im «Mariaberg» für ein spätes Nachtessen wollen sie nach einem letzten Auftritt für die anderen Gruppen nur noch eines: Schlafen. «Es war toll, aber wir sind absolut fertig. Ich singe keinen Ton mehr», sagt Bräm. Die anderen grinsen nur; schon morgen treten Dezibelles wieder auf.

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