Der lange Weg zur Entsorgungsfachstelle

Eine neue regionale Entsorgungsfachstelle ist seit Jahren ein Thema – und eigentlich auch unumstritten. Die Realisierung scheiterte aber bisher daran, dass kein geeignetes Grundstück gefunden werden konnte.

Michel Burtscher
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Die alte Entsorgungsfachstelle wurde 2011 geschlossen. (Archivbild: rtl)

Die alte Entsorgungsfachstelle wurde 2011 geschlossen. (Archivbild: rtl)

REGION. Die Suche nach einem neuen Standort für die regionale Entsorgungsfachstelle harzt. Die alte Entsorgungsstelle neben dem Frisco-Shop in Rorschach wurde im Jahr 2011 geschlossen. Dort konnten recycelbare Güter wie Papier, Batterien, Glas und Metall kostenlos entsorgt sowie unter anderem Grüngut, Holz, Inertstoffe, Pneus und Sperrgutmöbel gegen eine Gebühr abgeben werden.

Mehr Geld verlangt

Die damaligen Betreiber hatten den Vertrag mit den beteiligten Gemeinden Rorschach, Rorschacherberg, Goldach und Tübach gekündigt. Die Betreiber forderten beträchtlich mehr Geld für den Betrieb als im Vertrag vereinbart: 190 000 anstatt 45 000 Franken pro Jahr. Das lehnten die beteiligten Gemeinden aber ab, die Entsorgungsfachstelle wurde daraufhin geschlossen. Vier Jahre später ist eine neue Lösung noch nicht in Sicht. Auch wenn sich das die Verantwortlichen und die Bevölkerung eigentlich wünschten. Denn das Thema bewegt. Das zeigt sich auch darin, dass die Schliessung damals Widerstand in der Bevölkerung auslöste: Eine Petition der SP für den Erhalt der Entsorgungsstelle unterschrieben über 800 Personen. Genützt hat es aber nichts. Seither schien es mehrmals, als sei eine neue Lösung nah. Dem war aber nicht so.

Viele Anforderungen

Im Hintergrund ging die Suche weiter. Die Federführung für die Realisierung einer neuen Entsorgungsfachstelle wurde der Organisation A-Region übertragen. Deren Geschäftsführer Thomas Huber sagt, die Schwierigkeit sei, ein geeignetes Grundstück zu finden. Denn dieses müsse gewisse Voraussetzungen erfüllen: «Das Grundstück muss in der Gewerbe- und Industriezone liegen, zentral sein, eine Zu- und Ausfahrt sowie genügend Platz für Fahrzeuge haben», führt er aus. Und dann müsse auch der Grundeigentümer einverstanden sein mit dem Verwendungszweck. Ein Grundstück zu finden, das alle Anforderungen erfülle, sei eine Herausforderung, sagt Huber. Zumal es in der Region nicht viele freie Flächen gebe. Aufgeben will er aber nicht. «Aus Sicht der A-Region ist es immer noch Ziel, eine regionale Station aufzubauen.» Man halte weiter Ausschau nach Grundstücken. Die Bürger müssen sich also noch gedulden, bis sie ihren Abfall wieder in einer regionalen Entsorgungsfachstelle entsorgen können.

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