Der Kontrast zum Gericht

Gleich neben dem Bundesverwaltungsgericht prägt seit kurzem eine weitere moderne Fassade das Gesicht der Lachen. Ein Teil des Hauses dient einem Generalunternehmer als neuer Hauptsitz.

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Moderne Nachbarn: Das «Haus Stahl» steht gleich neben dem neuen Bundesverwaltungsgericht (rechts). (Bild: Tobias Hänni)

Moderne Nachbarn: Das «Haus Stahl» steht gleich neben dem neuen Bundesverwaltungsgericht (rechts). (Bild: Tobias Hänni)

Vor etwa zwei Wochen wurde das Baugerüst entfernt, seither bildet seine dunkelgraue Fassade einen Kontrast zur hellen Aussenhülle des Bundesverwaltungsgerichts. Das «Haus Stahl» an der Zürcher Strasse ist beinahe fertiggestellt. «Im März ist das Gebäude bezugsbereit», sagt Markus Morant von der Kimo AG, welche die Bauherrschaft innehat. Die äusseren Bauarbeiten seien abgeschlossen, nun folgten der Innenausbau und die Umgebungsarbeiten.

Koordination zweier Baustellen

Trotz der engen Bauverhältnisse – das Gebäude liegt eingepfercht zwischen Feldli-, Dufour- und Zürcher Strasse – und des gleichzeitigen Baus des Bundesverwaltungsgerichts in unmittelbarer Nähe sind die Arbeiten reibungslos über die Bühne gegangen. «Am Anfang hatten wir gewisse Bedenken, dass sich die beiden Baustellen in die Quere kommen», sagt Morant. So habe man sich Sorgen gemacht, dass man mit dem Verkehr und den Kränen nicht aneinander vorbeikomme. Die Koordination der beiden Baustellen habe jedoch einwandfrei funktioniert.

Das fünfgeschossige Haus hat eine Nutzfläche von 2000 Quadratmetern. Im Parterre werden Verkaufsräume, in den vier oberen Stockwerken Büros vermietet. Laut Morant sind zurzeit 60 Prozent der Fläche belegt.

Einzug Anfang April

Die Rhomberg Bau AG, die als Generalunternehmer das Gebäude erstellt hat, nimmt für seinen Schweizer Hauptsitz 40 Prozent in Anspruch. «Geplant ist, dass wir Anfang April umziehen», sagt Steffen Stappenbeck, Projektleiter bei der Rhomberg Bau AG. Der Umzug sei nötig geworden, da man an der Poststrasse in zwei Gebäuden eingemietet sei. «Der administrative Aufwand ist mit zwei getrennten Büros einfach grösser.» Für Stappenbeck fügt sich das Bürohaus zusammen mit dem Bundesverwaltungsgericht gut in die Umgebung ein. Die Kreuzung werde durch die beiden Bauten optisch aufgewertet.

Auf dem Grundstück, auf dem sich heute der moderne Bau erhebt, befand sich einst das Haus «Alter Stahl». Ab Anfang der 1980er-Jahren stand das Gebäude leer, der Kanton als Eigentümer wollte es abreissen. Die Stadt stellte sich quer und unterstützte den Heimatschutz, der gegen die Abrisspläne Rekurs eingelegt hatte. Der Konflikt zwischen Kanton und Stadt löste sich am 1. August 1985 von alleine: Der «Alte Stahl» brannte nieder. (hae)

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