Der Konkurrenz enteilt

St. Gallen-Appenzell ist in der NLA nicht zu stoppen. Auf das 6:2 gegen Uni Basel folgt ein 5:3 im Derby gegen Uzwil. Nach fünf Runden sind die St. Galler mit drei Punkten Vorsprung Leader.

Nicolai Kozakiewicz
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Die St. Galler Agung Ruhanda und Dominik Bütikofer (unten) setzen sich gegen die Uzwiler Iztok Urosa und Christian Bösiger durch und leiten den Derbysieg von St. Gallen-Appenzell ein. (Bild: Michel Canonica)

Die St. Galler Agung Ruhanda und Dominik Bütikofer (unten) setzen sich gegen die Uzwiler Iztok Urosa und Christian Bösiger durch und leiten den Derbysieg von St. Gallen-Appenzell ein. (Bild: Michel Canonica)

BADMINTON. Die Badmintonvereinigung St. Gallen-Appenzell gewinnt auch die Spiele vier und fünf der angelaufenen Spielzeit souverän und distanziert damit die Konkurrenz schon früh in der Saison. Vom Tabellendritten La Chaux-de-Fonds trennen die Ostschweizer bereits fünf Siegpunkte. Einzig Lokalrivale und Titelverteidiger Uzwil scheint den Anschluss an die Tabellenspitze noch nicht ganz zu verlieren, die Uzwiler sind aktuell drei Zähler hinter den St. Gallern plaziert. Der Sieg in der Direktbegegnung gegen Uzwil am vergangenen Sonntag steht sinnbildlich für die Dominanz von St. Gallen-Appenzell in dieser ersten Phase der Saison und unterstreicht erneut die hohen Ambitionen.

Erneut konnten die Ostschweizer gegen Uzwil auf die indonesische Spitzenspielerin Aprilia Yuswandari zählen. Die ehemalige Weltnummer 21 dominierte auch dieses Wochenende ihre beiden Fraueneinzel und führte ihre Partnerin Céline Burkart zu zwei diskussionslosen Erfolgen im Doppel. Für die Clubverantwortlichen um Präsident Hanspeter Kolb ist die Indonesierin die erwartete Verstärkung für das Team in der Hinrunde, was sich auch in der aktuellen Tabellensituation widerspiegelt.

Ruhanda zweimal glücklos

Die Nummer eins bei den Männern, Agung Ruhanda, musste dieses Wochenende zwei bittere Niederlagen im Männereinzel einstecken. Sowohl gegen Basels bulgarischen Profi Ivan Rusev am Samstag als auch gegen die ukrainische Nummer 89 der Welt, Artem Pochtarev von Uzwil unterlag er jeweils knapp in drei respektive zwei Sätzen. Den einzigen Sieg in den sechs Männereinzeln des Wochenendes erkämpfte sich der amtierende Schweizer Meister Christoph Heiniger am Samstag gegen den stark aufspielenden Basler Christian Kirchmayr mit einem 24:22 im Entscheidungssatz.

Bemerkenswert eingespielt präsentiert sich derzeit das Mixed-Doppel der Ostschweizer. Céline Burkart und Sandi Kusumah liessen auch dieses Wochenende ihren Gegenspielern keine Chance und konnten ihre beiden Einsätze diskussionslos in jeweils zwei Sätzen gewinnen.

Abnützungskampf in der NLB

Das Heimspiel der zweiten Equipe von St. Gallen-Appenzell in der NLB am vergangenen Sonntag verlangte von allen Beteiligten starke Nerven. Gleich sieben der acht Partien wurden erst im dritten Satz entschieden, viermal zugunsten der Gäste des BSC Vitudurum aus Winterthur, dreimal zugunsten der Ostschweizer. Insbesondere der Ostschweizer Nachwuchsspieler Dominik Tripet kämpfte bei seiner 21:23 Niederlage im Entscheidungssatz unglücklich. Ein Lichtblick bleibt der erste Satz, in welchem er seinen Gegner mit 21:11 dominierte und seine Nomination zum Stammspieler der NLB-Equipe eindrücklich rechtfertigte.

Einzig Michael Grevinga und Captain Marco Ryser konnten ihr Männerdoppel in zwei Durchgängen und letztlich verdient gewinnen. Mit dem 4:4 durften beide Teams zufrieden sein. Obwohl St. Gallen-Appenzell Punkte abgegeben hat, ist es nach fünf Runden immer noch auf dem überraschenden zweiten Tabellenrang plaziert und weist auf die Abstiegsplätze bereits einen komfortablen Vorsprung von neun Zählern auf.