Der Kommunikative, der Jungen eine Stimme gibt

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Die 38-jährige Vera Tettamanti kandidiert ohne Partei im Rücken für den Horner Gemeinderat. (Bild: Linda Müntener)

Die 38-jährige Vera Tettamanti kandidiert ohne Partei im Rücken für den Horner Gemeinderat. (Bild: Linda Müntener)

Horn Nach seinem Studium der Rechtswissenschaften in Zürich hat Renato Forster schnell gemerkt, dass er wieder zurück in die Heimat kommen und dort bleiben möchte: «In Horn bin ich aufgewachsen und verwurzelt», sagt der 28-Jährige, der derzeit in einer Anwaltskanzlei in Amriswil arbeitet. Nun will er für seinen Vater, Marco Forster, im Gemeinderat nachrücken. Wie sein Vater, tritt auch Renato Forster für die CVP an. Obwohl er viele Gemeinsamkeiten mit dem Vater habe, so gebe es auch Unterschiede: «Ich habe jüngere Ansichten.» Von einer Schlafgemeinde will er nichts wissen. «Horn ist eine attraktive Gemeinde an einer tollen Lage und bietet allen Generationen etwas», sagt Forster.

Mit seiner Kandidatur möchte er vor allem die Jungen ansprechen und eine zusätzliche Sichtweise einer anderen Altersklasse einbringen. Er stelle bei seiner Generation Politikverdrossenheit fest, dieser hofft er mit seiner Wahl entgegenzutreten. Horn tue bereits einiges für die Jungen: Es gibt einen Jugendtreff und das jährliche Sommernachtsfest werde unterstützt. Nun müsse man dafür ­sorgen, dass dies mindestens so bleibe und punktuell ausgebaut werden könne. Der Gemeinderat mache seine Arbeit gut, das will Forster fortsetzten. Auf die Anliegen der Bevölkerung einzugehen, sei ihm wichtiger als persönliche Visionen umzusetzen: «Nicht ich muss mich im Gemeinderat verwirklichen.»

Renato Forster könne sich sehr gut vorstellen, im bestehende Gremium mitzuarbeiten. Neben Niels Möller wäre er der zweite Jurist im Rat. «Eine weitere juristische Stimme ist sicher nicht falsch», sagt er mit Blick auf die steigenden Anwaltshonorare, wie dies der Jahresrechnung 2016 zu entnehmen sei. Neben seinem Fachwissen, das er einbringen will, sei er teamfähig und sich durch seinen Beruf gewohnt, an Problemlösungen zu arbeiten. «Ich bin kommunikativ. Ausserdem wäre es sicher richtig, wenn die CVP ihren Sitz beibehalten kann», sagt Forster.

Ab dem Spätherbst will sich Renato Forster auf die Anwaltsprüfung vorbereiten. Wäre das mit dem Gemeinderat vereinbar? «Klar. Wenn man etwas will, findet man die Zeit und kann sich arrangieren», sagt der 28-Jährige. Während seines Studiums habe er gelernt, seine Zeit zu managen: «Ich habe während des Studiums durchschnittlich 60 Prozent gearbeitet und ein Hilfswerk mit Schwerpunkt Katastrophenhilfe mitaufgebaut.» (jor)