Der Kanton setzt sich durch

Der Fussgängerstreifen vor dem Primarschulhaus in Häggenschwil wird nun definitiv aufgehoben. Der Streifen sei unsicher, weil er zu wenig benutzt wird.

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Der Fussgängerstreifen vor dem Primarschulhaus in Häggenschwil wird schon bald aufgehoben. (Bild: Ralph Ribi)

Der Fussgängerstreifen vor dem Primarschulhaus in Häggenschwil wird schon bald aufgehoben. (Bild: Ralph Ribi)

HÄGGENSCHWIL. Schulkinder, die in Häggenschwil vor dem Schulhaus die Dorfstrasse überqueren, müssen in Zukunft achtsamer sein. Der Kanton will nämlich den Fussgängerstreifen zwischen Primarschulhaus und Kirche entfernen lassen. Die Gemeindebehörden haben sich gegen das Vorhaben zuerst gewehrt (Tagblatt vom 13. April). Nun akzeptieren sie aber die Antwort der Kantonspolizei, in der es heisst, dass der Fussgängerstreifen zu wenig benutzt und darum nicht mehr unterhalten wird. «Wir haben getan, was wir konnten», sagt Gemeindepräsident Hans-Peter Eisenring auf Anfrage.

Unsicherer Fussgängerstreifen

Den Fussgängerstreifen auf der Kantonsstrasse hätte man gerne behalten. «Er war gerade für die Schüler wichtig», sagt Eisenring. Er habe auch Übungszwecken gedient. Bei der Kantonspolizei hat man trotz allem kein schlechtes Gewissen. Die Entfernung des Streifen sei verantwortbar, weil ein Fussgängerstreifen nur das Vortrittsrecht regelt. Zudem werden schlecht frequentierte Streifen als unsicher eingestuft, wie Hanspeter Krüsi, Pressesprecher der Kantonspolizei, sagt. Der gleichen Meinung sei die BFU, die Beratungsstelle für Unfallverhütung.

Alle Schäfchen gleich behandeln

Der Kanton habe für das Anliegen der Gemeinde zwar Verständnis gezeigt, sagt Gemeindepräsident Hans-Peter Eisenring. Leider aber habe man letztlich kein Gehör gefunden.

Seilziehen um Fussgängerstreifen zwischen Kanton und Gemeinde gebe es immer wieder, sagt Krüsi. Gerade auch, weil Emotionen im Spiel seien. Die Kantonspolizei sei aber der Meinung, dass ihre Bewertungen korrekt seien und sich auf die gültige Gesetzgebung und aktuelle Normen stützten. Ein standardisiertes Verfahren helfe auch, alle Gemeinden gleich zu behandeln. In der Regel könne man die betroffene Gemeinde von den Argumenten überzeugen. Krüsi: «Auch wenn es meist nicht ohne Zähneknirschen geht.» (ses/cor)