Der Hinterbänkler

Kaum ein Parlamentarier verkörpert die Rolle des Hinterbänklers derart ausgeprägt wie der Meisterlandwirt und Hobbyjasser aus Vilters im St. Galler Oberland. Obwohl seit bald 12 Jahren in Bern, hat Elmar Bigger kaum Einfluss in der Partei, er ist ein strammer Parteisoldat.

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Kaum ein Parlamentarier verkörpert die Rolle des Hinterbänklers derart ausgeprägt wie der Meisterlandwirt und Hobbyjasser aus Vilters im St. Galler Oberland. Obwohl seit bald 12 Jahren in Bern, hat Elmar Bigger kaum Einfluss in der Partei, er ist ein strammer Parteisoldat. Bigger meldet sich vor allem zu Wort, wenn es um Subventionen für die Landwirtschaft geht. Sein grösster Erfolg ist wohl die Annahme einer Motion zur Förderung des Viehexports. Sowohl der National- als auch der Ständerat haben sich für die Neuauflage dieser etatistischen Massnahme ausgesprochen.

Für Negativ-Schlagzeilen sorgte Bigger ausserhalb des Bundeshauses. Im Februar ging die Produzenten-Milchverwerter-Organisation Ostschweiz (PMO), die unter Biggers Fittichen steht, Konkurs. Dutzende Bauern haben dadurch teilweise mehrere 10 000 Franken verloren. Der Gesamtschaden beläuft sich auf gegen 10 Millionen Franken. Wie weit dieses Debakel der PMO Bigger schadet, ist schwer abzuschätzen. Gemäss Bauernzeitung hat die Stimmung in Bauernkreisen aber gegen Bigger umgeschlagen. (ssd)

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