«Der Geist soll zurückkehren»

BERNHARDZELL. Mitte November wurde der Neubau des Wohn- und Pflegezentrums Wiborada in Bernhardzell offiziell eingeweiht. In diesen Tagen sind erneut die Bagger aufgefahren. Die letzten Mauern des Altbaus werden abgerissen.

Manuela Bruhin
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Vom Altbau des Alters- und Pflegeheims Wiborada in Bernhardzell ist nicht mehr viel übrig. Bis Ende Monat sollen die Rückbauarbeiten vollständig abgeschlossen sein. (Bild: Jakob Ineichen)

Vom Altbau des Alters- und Pflegeheims Wiborada in Bernhardzell ist nicht mehr viel übrig. Bis Ende Monat sollen die Rückbauarbeiten vollständig abgeschlossen sein. (Bild: Jakob Ineichen)

Trotz des kalten Wetters sind die Bauarbeiter beim Wohn- und Pflegezentrum Wiborada in Bernhardzell fleissig mit dem Abbruch des Altbaus beschäftigt. Die Mauern des in die Jahre gekommenen Gebäudes, welches am nächsten beim Neubau liegt, werden derzeit abgerissen sowie das Fremdmaterial abgebaut. Alle Bewohner haben Ende letzten Jahres ihre Zimmer im Neubau bezogen. Sechs von ihnen sind noch in einem Provisorium untergebracht, bis die Demenzabteilung fertiggestellt ist. Laut Geschäftsführer Thomas Günter sollen die Rückbauarbeiten bis Ende Februar abgeschlossen sein. Anschliessend kann die zweite Etappe, also der Tiefbau, in Angriff genommen werden. Die Demenzabteilung soll dann im November bezugsbereit sein. Unter anderem ist dort ein «Snoezel-Raum» geplant, in dem die Bewohner durch Farbenspiele, Duftnoten und ein Wasserbett Ruhe finden. Als entsprechende Beispiele dienten verschiedene Modelle aus Holland. «In der Schweiz gibt es bisher erst wenige geriatrische Heime, die über einen solchen Raum verfügen. Für Demenzkranke ist das Angebot eine grosse Hilfe», so Günter.

Mit dem Bagger werden die letzten Teile des Gebäudes zerstört. (Bild: Jakob Ineichen)

Mit dem Bagger werden die letzten Teile des Gebäudes zerstört. (Bild: Jakob Ineichen)

Ruhige Bauzeit

Die derzeitigen Bauarbeiten würden den Betrieb im Wohn- und Pflegezentrum kaum tangieren. «Die Bewohner sind über ihre neuen Zimmer, welche alle über Nasszellen verfügen, glücklich. Zurück möchte niemand mehr», lacht Günter. Die bisherige Bauzeit hält der Geschäftsführer vermehrt in positiver Erinnerung. Auch wenn hie und da «einmal ein lauteres Wort gesprochen werden musste», mit Rückschlägen habe man kaum zu kämpfen gehabt. «Ein langer Atem war ganz zu Anfang nötig, bis der Wechsel der Trägerschaft vollzogen wurde.» Von Spatenstich bis zum Einzug der Bewohner seien zwei Jahre vergangen – also eine relativ kurze Zeitspanne, wie er weiter betont.

Trotz Schnee und frostigen Temperaturen sind die Arbeiter mit dem Abbruch beschäftigt. (Bild: Jakob Ineichen)

Trotz Schnee und frostigen Temperaturen sind die Arbeiter mit dem Abbruch beschäftigt. (Bild: Jakob Ineichen)

Atmosphäre schaffen

Nebst den Abbrucharbeiten ist das Personal im Wohn- und Pflegezentrum Wiborada damit beschäftigt, den Neubau mit Bildern, Pflanzen und Dekorationsartikeln wohnlich einzurichten. «Damit haben wir absichtlich gewartet, bis alle sich eingelebt haben. Nun soll der Geist aber ins Wiborada zurückkehren», so Günter. Sobald dann die zweite Etappe im November fertig gestellt ist, wird der Demenzgarten und Erinnerungsweg, welcher mit einzelnen Gegenständen aus dem alten Wiborada ausgestattet wird, in Angriff genommen. Günter: «Dies bildet dann sozusagen der krönende Abschluss.»

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