Der Flüchtlingsansturm blieb aus

BUCHS. 100 bis 200 Flüchtlinge pro Woche - so viele reisen laut dem Grenzwachtkorps derzeit aus Österreich oder Ungarn über Buchs ein. Der sogenannte "Wiener Walzer", der am Dienstag um sieben Uhr mit zahlreichen Flüchtlingen hätte eintreffen sollen, war massiv verspätet. Die Polizei konnte einige flüchtende Personen ausfindig machen, der grosse Andrang trat aber nicht ein.

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Im Zug, der von Wien eingetroffen ist, konnte die Polizei am Dienstagmorgen vier Flüchtlinge ausfindig machen. (Bild: Urs Bucher)

Im Zug, der von Wien eingetroffen ist, konnte die Polizei am Dienstagmorgen vier Flüchtlinge ausfindig machen. (Bild: Urs Bucher)

Seit rund acht Wochen habe die Zahl der Flüchtlinge, die den Kanton St.Gallen erreichen, deutlich zugenommen, sagt Polizeimediensprecher Hanspeter Krüsi. Am Dienstagmorgen rechnete die Polizei aufgrund der neusten Ereignisse ein Budapest mit noch mehr Einreisenden, die Asyl beantragen, und erhöhte deshalb die Polizeipräsenz am Bahnhof Buchs deutlich.

Am Bahnhof in Buchs werden Flüchtlinge erwartet (Bild: Urs Bucher)
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Am Bahnhof in Buchs werden Flüchtlinge erwartet (Bild: Urs Bucher)
Am Bahnhof in Buchs werden Flüchtlinge erwartet (Bild: Urs Bucher)
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Am Bahnhof in Buchs werden Flüchtlinge erwartet (Bild: Urs Bucher)
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Am Bahnhof in Buchs werden FlŸchtlinge erwartet (Bild: Urs Bucher)
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Am Bahnhof in Buchs werden Flüchtlinge erwartet (Bild: Urs Bucher)
Am Bahnhof in Buchs werden Flüchtlinge erwartet (Bild: Urs Bucher)
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Am Bahnhof in Buchs werden Flüchtlinge erwartet (Bild: Urs Bucher)


Massiv verspätet
Nach ersten Erkenntnissen verlief der Morgen am Bahnhof bisher ruhig. Ausser der Polizei waren nur wenige Personen zu sehen, wie ein Reporter unserer Zeitung vor Ort berichtet. Grund für die Ruhe war die massive Verspätung des "Wiener Walzer". Der Zug hätte um sieben Uhr in Buchs eintreffen sollen. Kurz nach acht Uhr fuhr der erste Zug aus Graz dann ein. Die Polizei hat in diesem vier Personen aufgegriffen. Drei Männer und einen Knaben. "Sie stammen vermutlich aus Syrien", wie Polizeisprecher Hanspeter Krüsi auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA sagt.

Dass es in Buchs derzeit so ruhig ist, hat aber nicht nur mit der Verspätung des Zuges zu tun, sondern auch mit der Tatsache, dass ein Zugsabteil des "Wiener Walzer" mit Flüchtlingen in Salzburg geteilt wurde. Die Polizei vermutete in diesem die meisten flüchtenden Personen.

Um zehn Uhr hatte die Hälfte des Zuges den Bahnhof Buchs erreicht, der erste Halt des Zuges in der Schweiz. Die Kantonspolizei St.Gallen hat in diesem weitere sechs Flüchtlinge aus Syrien und Bangladesh aufgegriffen. Kurz nach zwölf Uhr ist dann der zweite Teil des Zuges eingetroffen. Wie unser Reporter berichtet sind in diesem weitere fünf Personen ausfindig gemacht worden. Ein Mann und eine Familie. Der grosse Flüchtlingsanstrum ist ausgeblieben. Auch weil in Österreich der "Wiener Walzer" die Flüchtenden teilweise auf kleinere regionale Züge umgeteilt hatte.

Gross war am Dienstagmorgen lediglich der Medienauflauf. Zahlreiche Journalisten und Kameraleute waren am Bahnhof vor Ort, um live von den Geschehnissen zu berichten.

Auf Visum überprüft
Die aufgegriffenen Flüchtlinge wurden alle zur Überprüfung auf den Polizeiposten Buchs gebracht. Hier werden ihnen die Fingerabdrücke genommen und die Papiere überprüft - sofern sie denn welche besitzen. Wer ein Visum vorweisen kann, darf im Land bleiben und wird umgehend ins Durchgangszentrum nach Altstätten gebracht. Gegen Personen ohne Visum wird ein Strafverfahren eröffnet.

Neben den Medienleuten und der Polizei waren auch drei Aktivisten aus Liechtenstein am Bahnhof Buchs anwesend. Zwei Männer und eine Frau haben die Flüchtlinge mit Schildern wie "Refugees are welcome" begrüsst. (rh/lex/sda)