Der Flirt mit der Utopie

In der Kunsthalle Arbon haben die drei Multimedia- Künstlerinnen und Musikerinnen Muda Mathis, Sus Zwick und Fränzi Madö- rin ein dreidimensionales Hörstück eingerichtet.

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arbon. Ein feines Rascheln, Knistern, ähnlich dem eines in der Faust zerknüllten Bonbonpapierchens. Eine Tausend-Bonbonpapierchen-Klangspur hängt im Raum. Das macht neugierig, was sich hinter den deckenhohen Vorhängen verbirgt.

Irrweg eines Künstlerpaares

Die Verführung, die Illusion und der traumbeladene Irrweg ist Programm im vielschichtigen Kunstgriff des Künstlerpaars Muda Mathis und Sus Zwick, welche sich für Arbon mit ihrer langjährigen Künstlerfreundin Fränzi Madörin zusammengeschlossen haben.

Die Arbeit in Arbon unter dem Titel «Das unsichtbare Licht» trägt unmissverständlich ihre Handschrift. Die ungewöhnliche, erstmalige Ausgangslage, ein Projekt für einen hellen Raum zu entwickeln – wo die Königinnen verspielter Utopien sonst immer von der Dunkelheit ins Helle arbeiten – ist eine Herausforderung.

Im Land der Träume

Die mehrere Meter lange, mit Tierfellen bestückte Sitzbank lässt, zusammen mit dem goldenen Flies, an das Vorzimmer einer orientalischen Prinzessin denken. Wenn man Glück hat und die Liege mit den Fellen nicht schon belegt ist, kann sich diese zur Unterlage genommen werden, um sich sitzend oder liegend einlullen zu lassen vom Klang-, Geräusch- und Stimmenteppich.

Ein Cluster von elektronischen und akustischen Musikschnipseln zieht hinab ins eigene Land der Träume. Bis: 19.9.; So, 5.9. Performance mit Les Reines Prochaines, Kunsthalle Arbon, 11 Uhr Führungen: 28.8.; 11.9. ,16 Uhr. (bsg)

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