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Der Deckel kann kommen

ST.GALLEN. Der Bund hat grünes Licht gegeben für den geplanten Olma-Messen-Deckel über der Stadtautobahn. Das Projekt ist noch in weiter Entfernung, kosten wird es vermutlich 25 Millionen.
Kathrin Reimann
Die Olma Messen wollen die Autobahn in diesem Bereich mit einem Deckel versehen und darauf bauen. (Bild: Hanspeter Schiess)

Die Olma Messen wollen die Autobahn in diesem Bereich mit einem Deckel versehen und darauf bauen. (Bild: Hanspeter Schiess)

Das Bundesamt für Strassen (Astra) wird sich dem Olma-Messen-Projekt, welches einen Deckel über die Autobahn beim Ostportal vorsieht, nicht in den Weg stellen. Olma-Messen-Direktor Nicolo Paganini sowie Stadt- und Olma-Verwaltungsratspräsident Thomas Scheitlin haben das Gesuch eingereicht, die dazugehörigen Pläne der Astra-Direktion vorgestellt und Anfang November die Antwort erhalten. Diese präsentierten sie vorgestern an einer Medienkonferenz.

Gedeih und Verderben

Aus den dort präsentierten Auszügen aus der Astra-Antwort geht hervor, dass die grundlegendste Einwendung die Erfordernis einer durchgehenden dreispurigen Fahrstreifen-Topologie war. Diese wurde – wie ebenfalls aus den Auszügen hervorgeht – zwischenzeitlich eingearbeitet. «Im Übrigen wurden keine Elemente gefunden, welche einer Realisierung des Projektes entgegenstehen würden», heisst es weiter im Astra-Text. «Gedeih und Verderben dieses Projektes hängen somit nicht mehr von der baupolizeilichen beziehungsweise ingenieurtechnischen Bewilligung ab.»

Wenig konkrete Zahlen

In St.Gallen wurde diese Antwort mit Freude entgegengenommen. «Die erste grosse Hürde ist geschafft», jubiliert Paganini, gibt aber zu bedenken, dass das Vorhaben – welches einen Neubau der Halle 1 auf dem Gelände über der Autobahn vorsieht – noch weit von einer Baubewilligung entfernt sei. Dass es sich beim Projekt um eine aufwendige und anspruchsvolle Angelegenheit handelt, spiegelt sich auch in den Kosten wider, welche allerdings lediglich als Planungsgrössen dienen, wie Paganini betont. «Wir gehen davon aus, dass für die Autobahnüberdeckung 25 Millionen Franken anfallen.» Die Kosten seien allerdings plus/minus 40 Prozent berechnet, könnten noch stark schwanken und seien deshalb wenig konkret. Da das Projekt für St.Gallen eine grosse Chance darstelle, würde es die Kosten zudem rechtfertigen, wie Paganini erklärt. «Jetzt braucht es vor allem einen langen Atem. Ich würde nämlich am liebsten Morgen schon mit Baggern beginnen.» Realisiert werden kann die Überdeckung aber nur zeitgleich mit der Sanierung der Stadtautobahn, was nach heutiger Erkenntnis etwa zwischen 2019 und 2021 geschehen wird. «Der Bau der neuen Halle 1 würde dann anschliessend, etwa 2022/2023, starten.»

Drei Teilprojekte

Paganinis langer Atem verteilt sich auf insgesamt drei Teilprojekte. Dabei sieht das erste die Vorbereitung aufs Wettbewerbsprogramm sowie die Schaffung der Grundlagen für die Einzonung vor. In dem zweiten Projekt wird die Autobahn überdeckt, die Freigabe dazu erfolgt voraussichtlich kommenden Februar. Das dritte Projekt sieht dann den Wettbewerb für die Hochbauten sowie die Umgebungsgestaltung für die neue Halle 1 vor. Die Auslösung dafür erfolgt ungefähr im Juni 2017. «Ausserdem erarbeiten wir ein Kommunikationskonzept um mit allen beteiligten Anspruchsgruppen den Dialog zu suchen und von Anfang an Offenheit und Transparenz zu schaffen», sagt Paganini. Als Gesamtprojektleiter kommt Georg Schärrer von der Nüesch Development AG zum Einsatz, dieselbe Position hatte dieser bereits bei der A1-Überdeckung Bern-Brünnen (EKZ Westside) und hat in diesem Bereich deshalb die nötige Erfahrung.

Keine Visualisierungen

Visualisierungen der ambitionierten Autobahnüberdeckung oder der geplanten Halle 1 will Nicolo Paganini indes nicht zeigen. «Wenn sie einmal solche gezeigt haben, dann bringen sie die Bilder nie mehr aus den Köpfen der Leute raus.»

Nicolo Paganini Direktor der Olma Messen St. Gallen (Bild: Hanspeter Schiess)

Nicolo Paganini Direktor der Olma Messen St. Gallen (Bild: Hanspeter Schiess)

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