Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

Der Beni Thurnheer der Olma

Diese Stimme kennt man. Im breitesten Appenzeller-Dialekt moderiert Christian Manser die Säulirennen und das Programm in der Olma-Arena. Und das seit 16 Jahren.
Kathrin Reimann
Christian Manser im neuen Laufstall im Olma-Freigelände, wo sich der Säulirennen-Kommentator wohl fühlt. (Bild: Kathrin Reimann)

Christian Manser im neuen Laufstall im Olma-Freigelände, wo sich der Säulirennen-Kommentator wohl fühlt. (Bild: Kathrin Reimann)

Diese Stimme kennt man. Im breitesten Appenzeller-Dialekt moderiert Christian Manser die Säulirennen und das Programm in der Olma-Arena. Und das seit 16 Jahren. Doch der 48jährige ETH-Agronom und Leiter der Fachstelle Rindvieh am Landwirtschaftlichen Zentrum in Flawil ist vielmehr als nur Kommentator. Als Präsident der Olma-Tierschauen koordiniert er unzählige Bauern, Züchter, Angestellte, Tiere, Termine und Shows. Sein Telefon ist selten still, kurz vor der Olma.

Für das Gespräch sucht er sich den neuen Laufstall im Freigelände aus. «Bei den Kühen ist es mir am wohlsten», sagt Manser, der bereits als kleiner Junge grosses Interesse an Tieren zeigte. Ausserdem ist der Stall mit Melkrobotern für über 30 Kühe eine Topsensation, wie er sagt. «Das war eine Riesen-Herausforderung und ein immenser Lupf für die Olma, organisatorisch wie finanziell.» Bereits vor zehn Jahren habe man über ein entsprechendes Projekt diskutiert. Nun ist es endlich soweit. Man merkt Manser den Stolz an, wenn er sein Smartphone zeigt, über das er via Echtzeit-Kamera jederzeit verfolgen kann, was die 33 Braunviehkühe treiben. Meist ist er aber sowieso von früh bis spät auf dem Olma-Gelände zugegen und legt dabei zig Laufmeter zurück. «Die Messe ist für mich eine intensive Zeit, da kann ich nicht noch in den Ausgang gehen», sagt Manser. Zudem müsse er seine Stimme schonen und den Kopf bei der Sache haben. Die Olma beschäftigt den Andwiler eigentlich das ganze Jahr, bereits jetzt bereitet er die Messe von nächstem Jahr vor. «Schon dieses Jahr werden wir den nächsten Gastkanton begrüssen und diesem Tips und Hinweise zum Auftritt geben.» Die intensivste Arbeitszeit hat er aber im Oktober und im September. «Die Olmazeit ist nicht Dauerstress, aber es ist auch nicht so, dass ich sie geniessen kann.» Alle seine Mühen seien aber belohnt, wenn er an die vielen schönen Momente denkt, die er jeweils erlebt. «Wenn es den Leuten gefällt, die Tiere zufrieden sind und Mensch und Tier nach der Olma wieder gesund nach Hause kommen, bin ich zufrieden.»

Das muss nicht immer der Fall sein: Manser erinnert sich noch genau an seinen allerersten Olma-Tag als Tierschau-Präsident: «Damals brannte eine Kuh durch, rannte auf den Jahrmarkt und ein kleiner Junge wurde deswegen verletzt – das ging ganz schön unter die Haut.» Wie lange er seinen «spannenden Job» noch machen will, weiss er nicht. «Im Moment stimmt es für mich, mit meinem Nachfolger habe ich aber jetzt schon Erbarmen», sagt er mit einem Augenzwinkern.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.