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Der Abschied vom Zahnrad

Das Baugesuch für den Ruckhalde-Tunnel, wichtigster Teil der Durchmesserlinie der Appenzeller Bahnen, liegt neu auf. Das Unternehmen hofft auf weniger Widerstand als beim ersten Mal.
Odilia Hiller
Die letzten Tage? Mit dem Bau eines Tunnels wäre die Zahnradstrecke der Appenzeller Bahnen an der Ruckhalde Geschichte. (Bilder: Odilia Hiller)

Die letzten Tage? Mit dem Bau eines Tunnels wäre die Zahnradstrecke der Appenzeller Bahnen an der Ruckhalde Geschichte. (Bilder: Odilia Hiller)

Ab morgen liegen in der Baudokumentation der Stadt St. Gallen an der Neugasse 1 gleichzeitig zwei verschiedene Projektpläne im Zusammenhang mit der geplanten Durchmesserlinie der Appenzeller Bahnen auf. Beim einen Genehmigungsgesuch handelt sich um das Gesuch der Appenzeller Bahnen für die Neubaustrecke Ruckhalde. Darin enthalten ist der Bau eines 697 Meter langen Tunnels, der die Zahnradstrecke ersetzen soll. Auf der Riethüslistrasse entstünde zudem ein neues Bahntrassee. Sechs Bahnübergänge würden aufgehoben und ein neuer erstellt. Für das Verfahren ist gemäss Eisenbahngesetz das Bundesamt für Verkehr zuständig. Dorthin sind auch allfällige Einsprachen zu richten.

Ziel ist Viertelstundentakt

Mit veranschlagten Kosten von circa 53 Millionen Franken ist die Ruckhalde das teuerste Teilprojekt der geplanten Strecke Appenzell–St. Gallen–Trogen (siehe Kasten). Die Gesamtkosten, welche sich der Bund und die Kantone St. Gallen sowie Appenzell Ausser- und Innerrhoden untereinander aufteilen sollen, liegen bei knapp 90 Millionen Franken (Ausgabe vom 27. September).

Mit dem Bau des Tunnels erhoffen sich die Appenzeller Bahnen eine Effizienzsteigerung, die mittelfristig zwischen Gais und Trogen Zugverbindungen im Viertelstundentakt ermöglichen soll. Zudem würden mit dem Wegfall des Zahnradbetriebs an der Ruckhalde gemäss Appenzeller Bahnen die laufenden Unterhaltskosten deutlich gesenkt, sagt Josef Zuppiger, Gesamtprojektleiter Durchmesserlinie bei den Appenzeller Bahnen.

«Bis ins Jahr 2020 müssen die Appenzeller Bahnen unabhängig vom Projekt Durchmesserlinie neues Rollmaterial beschaffen.» Ohne Zahnrad könnte auf erneute Spezialanfertigungen für den kostspieligen Betrieb verzichtet werden.

Einsprachen kommen bestimmt

Im Einzugsgebiet des Tunnelprojekts sind zwischen 20 und 25 Grundeigentümer vom Neubau der Strecke betroffen. Aller Wahrscheinlichkeit nach werden einige von ihnen dagegen Einsprache erheben: Weil gemäss Eisenbahngesetz Entschädigungsansprüche schon im Plangenehmigungsverfahren geltend gemacht werden müssen, ist auf jeden Fall damit zu rechnen – unabhängig davon, wie umstritten das Projekt ist.

In Zusammenhang mit dem Projekt der Appenzeller Bahnen, das mit modifizierter Linienführung im Riethüsli bereits zum zweiten Mal aufliegt, steht das Bauprojekt des Kantons für die Neugestaltung der Teufener Strasse (Ausgabe vom 17. Oktober). Beide Projekte liegen bis zum 24. November auf.

Hoffen auf den Konsens

Für die Appenzeller Bahnen steht mit der neuerlichen Auflage ihres Grossprojekts einiges auf dem Spiel. «Im besten Fall treffen wir mit der Linienführung über die Riethüsli- statt über die Teufener Strasse auf keinen fundamentalen Widerstand mehr», sagt Zuppiger. Im schlechtesten Fall erhielten sie gleich viele Einsprachen wie beim ersten Verfahren – mit grundsätzlichen Einwänden gegen die Linienführung. «Wir hoffen allerdings stark, nun einen Konsens mit allen Beteiligten gefunden zu haben.»

Während die Terrasse der Bäckerei erhalten bliebe, müssten die Garagen rechts für das Südportal des Tunnels im Riethüsli weichen.

Während die Terrasse der Bäckerei erhalten bliebe, müssten die Garagen rechts für das Südportal des Tunnels im Riethüsli weichen.

An diese Kreuzung der Riethüslistrasse sollen die Haltestelle Riethüsli und das neue Trassee der Appenzeller Bahnen zu liegen kommen.

An diese Kreuzung der Riethüslistrasse sollen die Haltestelle Riethüsli und das neue Trassee der Appenzeller Bahnen zu liegen kommen.

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