Deponie ruft Gegner auf den Plan

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Rütiholz Auf der Wiese bei der Rothenbrücke zwischen St. Pelagiberg und Häggenschwil ist eine Deponie geplant. Sie soll dereinst unverschmutztes Aushubmaterial aufnehmen. Die Häggenschwiler zeigten sich verunsichert und forderten Antworten von Behörden und Betreibern (Ausgabe vom 20. Oktober). An einer Informationsveranstaltung standen diese nun persönlich Rede und Antwort. Vieles bleibt allerdings weiterhin unklar.

Fragen zum Zeithorizont, Grösse und Volumen oder dem Gewinn, der für die Firma herausspringe, konnte Norbert Gschwend von der Resdag Ressourcen und Deponien AG nicht beantworten. «Es wäre unseriös, darüber Mutmassungen anzustellen», sagte er. Diese Fragen würden nun in Vorabklärungen nachgegangen. Gschwend vertröstete die rund 100 Besucher auf eine weitere Informationsveranstaltung im Frühling, sobald die Eckdaten bekannt seien. Klar sei einzig: Die Deponie erfülle die geologischen und ökologischen Bedingungen. Es seien derzeit keine Kriterien bekannt, die eine Deponie von Vornherein ausschliessen. Dennoch ist unklar, ob diese überhaupt jemals entstehe, schliesslich stehen noch zahlreiche Hürden an.

Ein Anwohner gab denn auch sogleich bekannt, alle rechtlichen Möglichkeiten auszuschöpfen, um die Deponie zu verhindern. Wie andere Anwesende befürchtete er Mehrverkehr auf den Strassen zu den Weilern Schmitten und Rohrenmoos. Gschwend versprach die «bestmögliche Lösung» für alle Beteiligten, während Gemeindepräsident Hans-Peter Eisenring von einem notwendigen Übel sprach. «Niemand schreit ‹Hurra›, wenn es um eine Deponie geht», räumte er ein. Dennoch wolle die Gemeinde den Betreibern Hand bieten für eine Lösung. (nh)