Den Ortsbus gibt's nicht gratis

Die Stadt Gossau plant derzeit einen Stadtbus. Einen Schritt weiter ist Arbon. Dort soll 2014 ein Ortsbus starten. Für Betriebskosten von 683 000 Franken im Jahr.

Max Eichenberger
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Die Kreuzlinger haben einen, die Arboner wollen einen Ortsbus. (Bild: Reto Martin)

Die Kreuzlinger haben einen, die Arboner wollen einen Ortsbus. (Bild: Reto Martin)

ARBON. Die Arboner können noch dieses Jahr an der Urne über das Projekt Ortsbus abstimmen. Das Konzept sieht eine Durchmesserlinie durch die Stadt vor. Der eine Ast erschliesst das Bergliquartier, der zweite die südöstlichen Quartiere. Der Bushof beim Bahnhof bildet dabei den Knoten. Auf der Linie Bergli sollen viertelstündlich elf Haltestellen angefahren werden, zehn Haltestellen sind es auf der Linie Stacherholz. Teils können bestehende Haltestellen genutzt werden. Es müssen aber auch neue gebaut werden.

899 000 Franken Investitionen

Die Kommission, welche die Vorlage berät, rechnet mit Investitionskosten von 365 400 Franken für Haltestellen und strassenbauliche Anpassungen. 10 000 Franken kommen bei einer Haltestelle in Frasnacht dazu. Ein Anteil von 388 000 Franken an die Gesamtkosten von 1,794 Millionen Franken für den Bau des Bushofes geht ebenfalls zu Lasten der Stadt. Bei Verkehrsknoten sind noch bauliche und betriebliche Anpassungen erforderlich, die mit 15 600 Franken veranschlagt sind. Insgesamt kommen so einmalige Investitionskosten von 779 000 Franken auf die Stadt zu – sowie 120 000 Planungs- und Marketingkosten. Ein Viertel der Betriebskosten soll der Billettverkauf decken. Vom Kanton ist ein Beitrag von 105 000 Franken zu erwarten. Aufgrund dieser Zahlen rechnet der Stadtrat mit jährlichen Nettobetriebskosten von 683 000 Franken (brutto 988 000 Franken). Heute leistet die Stadt Beiträge von etwas über 400 000 Franken.

Testbetrieb für fünf Jahre

Die Stadt will beim Bund eine Konzession für einen Testbetrieb von fünf Jahren beantragen. Eine vertragliche Verpflichtung aus dem Aggloprogramm, das Ortsbusnetz zu realisieren, bestehe nicht, hält der Stadtrat fest. Der Bund würde deswegen nicht weniger an die Kantonsstrasse beisteuern. Anderseits könnten dann, falls die Vorlage beim Volk nicht durchkommt, bei weiteren Vorhaben geringere Beiträge fliessen – zum Beispiel in der Altstadt.

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