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Den Milchmarkt stabil halten

GOSSAU. Die Milchwirtschaft hat sich im vergangenen Jahr einigermassen stabilisiert. Diese Situation aufrechtzuerhalten, erfordere aber gemeinsame Anstrengungen. Darüber waren sich die Milchbauern Mitte-Ost an ihrer DV einig.
Martin Brunner
Hanspeter Egli, Präsident Milchbauern Mitte-Ost. (Bild: Martin Brunner)

Hanspeter Egli, Präsident Milchbauern Mitte-Ost. (Bild: Martin Brunner)

Seit einem halben Jahr ist Hanspeter Egli aus Trachslau Präsident der Vereinigten Milchbauern Mitte-Ost. Der Schwyzer steht damit einer Genossenschaft mit rund 7000 Milchproduzenten aus elf Kantonen der Ost- und Zentralschweiz vor, die mehr als ein Viertel der schweizerischen Milchmenge abliefert.

Daher freute sich Egli am Sitz der Organisation in Gossau, dass sich der Milchmarkt im vergangenen Jahr beruhigt hat und dass die Produzenten-Milchpreise angestiegen sind.

«Eine gute Marktsituation hilft der ganzen Branche», sagte er an der DV. Damit die Situation erfreulich bleibe, müsse jeder Marktteilnehmer Verantwortung übernehmen. «Stabile Märkte sind besser als Mengenwachstum um jeden Preis.»

Regulation über den Markt

Dies unterstrich auch Hanspeter Kern, Eglis Vorgänger und heutiger Präsident der Schweizer Milchproduzenten (SMP). Auf Produzentenseite herrsche Einigkeit, sagte er. Man wolle mit der neuen «LactoFama AG» saisonale Überschüsse vom Markt nehmen und dadurch den Preis stützen. Nicht zuständig sei der SMP allerdings für strukturelle Überschüsse. Diese könnten nur über den Markt, sprich über einen tieferen Milchpreis, geregelt werden. Er forderte die Milchbauern deshalb auf, gemeinsam am gleichen Strick zu ziehen und geeint aufzutreten.

Markige Worte

Werde «die weisse Linie» für den europäischen Milchmarkt geöffnet, habe der Milchbauer schon verloren, wenn er am Morgen aufstehe, sagte er. Denn bis zu 17 Rappen weniger pro Kilo Milch wären zu erwarten. Ohne Kompensationszahlungen des Bundes sei eine Öffnung deshalb unmöglich. Geschäftsführer Andreas Ritter ergänzte, es sei fragwürdig, ausgerechnet die Milchbranche einer solchen Rosskur zu unterziehen. Ziel des Berufsverbandes sei es deshalb umso mehr, die Produzenten zu unterstützen, damit sie eine angemessene Wertschöpfung erwirtschaften könnten.

Finanziell geht es den Milchbauern Mitte-Ost gut. Die Einnahmen resultieren aus der Liegenschaften-Vermietung. Das Genossenschaftsvermögen liegt bei über 21 Millionen Franken.

Hanspeter Brändle aus Libingen und Peter Schlauri aus Gossau wurden neu in den Vorstand der Milchbauern Mitte-Ost gewählt. Neue SMP-Delegierte sind Konrad Meier aus Herisau, Walter Münger aus Muolen und Walter Raschle aus Schwellbrunn.

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