Demut gegenüber der Schöpfung

«Tiere gehen uns alle an», Ausgabe vom 25. November

Raffaele Ferdinando Schacher, Löwen-Gartenstrasse 15, 9400 Rorschach
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Seit unserem Anbeginn haben wir andere Lebewesen für uns ge- und benutzt. Gleichzeitig entwickelte der Mensch im Laufe der Jahrtausende, zu vielen Tieren eine besondere Nähe, und gab ihnen «menschliche Eigenschaften». Fleissig wie eine Biene, diebisch wie eine Elster, dumm wie ein Esel, weise wie eine Eule, schlau wie ein Fuchs, eingebildet wie eine Gans, falsch wie eine Katze, treu wie ein Hund, unschuldig wie ein Lamm, einfältig wie ein Schaf, frech wie ein Spatz, kraftvoll wie ein Stier und wild wie ein Tiger. Und wie würden wohl, wenn sie könnten, all diese Tiere uns Menschen beschreiben? Ich möchte es lieber nicht wissen. Nur so viel sei gesagt: «Das Tier im Menschen» könnte uns Menschen mehr Demut gegenüber der Schöpfung beibringen. Nicht wir Menschen sind die Krone der Schöpfung, sondern das mannigfaltige und einzigartige Leben von Flora und Fauna in all seinen Variationen.

Raffaele Ferdinando Schacher, Löwen-gartenstrasse 15, 9400 Rorschach