«Demission ist zu akzeptieren»

Diakon Sepp Koller, Teamleiter der Seelsorgeeinheit Gossau, ist seit Anfang Januar über die Situation von Pfarrer Niklaus Popp informiert. «Ich habe mich für ihn gefreut, als er mir sagte, dass er Vater wird», sagt Koller, der Vater von vier Kindern ist.

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Diakon Sepp Koller, Teamleiter der Seelsorgeeinheit Gossau, ist seit Anfang Januar über die Situation von Pfarrer Niklaus Popp informiert. «Ich habe mich für ihn gefreut, als er mir sagte, dass er Vater wird», sagt Koller, der Vater von vier Kindern ist. Traurig sei er darüber, dass Popp als Pfarrer zurücktreten wird. Koller hat eine differenzierte Meinung zum Zölibat. «Es ist eine Lebensform, die beispielsweise in Klöstern und Gemeinschaften durchaus gelebt werden kann», sagt er. Für die Priesterweihe sollten die Zulassungsbedingungen aber ausgeweitet werden: «Wie es bei den evangelischen Pfarrern gehandhabt wird.» Er könne sich seinen Beruf ohne Frau und Familie nicht mehr vorstellen.

Pfarrer Popp hat seine Demission eingereicht. «Er wünscht sich, dass dies von den Menschen akzeptiert wird», sagt Koller. Er hat mit Pfarrer Popp die Medienmitteilungen aufbereitet und war gestern zusammen mit dem Bistumssekretariat Ansprechperson für die Medien. Er erhalte viele Rückmeldungen. Auch von Menschen, die sich für den Gossauer Pfarrer einsetzen möchten. Niklaus Popp wünsche nicht, dass zum Beispiel Unterschriften für ihn gesammelt werden. Vielmehr wünsche er sich – wie er es in der Medienmitteilung schreibe – eine Auszeit, in der er sich über seine Partnerschaft und seine Funktion in der katholischen Kirche klar werden will; zusammen mit der Mutter des Kindes und den Verantwortlichen im Bistum. Niklaus Popp wird bis Sommer als Pfarrer tätig sein. Wie es dann weitergehen werde, werde sich weisen. (rb)