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Demenz mit Offenheit begegnen

Demenz ist ein Thema, über das gesprochen werden muss. Darüber sind sich alle Anwesenden am Informationsabend in Rorschach einig. Regionale Angebote seien zwar vorhanden, aber noch ausbaufähig.
Sandra Grünenfelder
Demenz trifft nicht nur Senioren: Auch für jüngere Patienten, die körperlich noch fit sind, braucht es passende Angebote. (Bild: Sandra Grünenfelder)

Demenz trifft nicht nur Senioren: Auch für jüngere Patienten, die körperlich noch fit sind, braucht es passende Angebote. (Bild: Sandra Grünenfelder)

«Wir wollen informieren, sensibilisieren und Vorurteile abschaffen», sagt Regula Rusconi, die Geschäftsleiterin der Alzheimervereinigung SG/AR/AI, an der Eröffnung des Themenabends Demenz. Mit ihrem Anliegen scheint sie den Nerv der Zeit zu treffen. Etwa 60 Besucher haben sich am Dienstagabend im evangelischen Kirchgemeindezentrum in Rorschach versammelt. Sie nutzten die Gelegenheit, sich über die Krankheit zu informieren und die regionalen Angebote der anwesenden Organisationen kennen zu lernen.

Rolf Deubelbeiss, der stellvertretende Stadtpräsident von Rorschach, macht den Auftakt mit einem Grusswort. Er unterstreicht darin, wie wichtig die Auseinandersetzung mit dem Thema Demenz sei. «Denn in Zukunft wird es immer mehr Betroffene geben.» Danach übergibt er das Mikrophon an Stephan Goppel, den leitenden Arzt der Memory Clinic in Wil. Goppel erklärt in einer Präsentation die medizinischen Hintergründe der Erkrankung und betont: «Nicht alle, die vergesslich sind, sind auch krank.»

Mehr Angebote für junge Betroffene

Anschliessend eröffnet Robert Raths die Podiumsdiskussion mit Angehörigen von Demenzerkrankten und einem Fachgremium, bestehend aus Medizinern, Experten der Spitex und Pro-Senectute sowie Fachpersonen aus dem Pflegebereich. Im Gespräch mit dem Thaler Gemeindepräsidenten wird deutlich: Nicht nur die betroffenen Menschen leiden unter der Krankheit, auch Angehörige stehen unter enormem Druck. Sie werden vor organisatorische und auch finanzielle Herausforderungen gestellt. Wichtiger Diskussionspunkt sind die regionalen Angebote in der Region Rorschach. Hier sei noch Handlungsbedarf, gibt eine Angehörige zum Ausdruck. «Mein Mann ist sehr jung erkrankt», sagt sie. Für Patienten wie ihn, die körperlich noch fit seien, gebe es nur wenige Tagesplätze mit sinnvollen Aktivitäten. Das Angebot müsse deshalb vielfältiger und die Menschen mit Demenz mehr in den Alltag integriert werden. Da ist sich auch das Fachgremium einig. Hier sei aber auch die Politik mehr gefordert. «Die Pflege von Demenzerkrankten braucht viel Menschlichkeit und viel Zeit» sagt die Heimleiterin des Pflegeheims Helios. Da könne man nicht über Wirtschaftlichkeit diskutieren. Dafür erhält sie spontanen Applaus aus dem Publikum. Am Ende der Diskussion fasst Raths zusammen: «Offen mit der Krankheit umzugehen und den Mut zu haben mit regionalen Stellen und Behörden in Kontakt zu treten, das kann in der Alltagsbewältigung eine grosse Entlastung bringen.»

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