Dem Textilen Tribut zollen

Morgen Samstag eröffnet Franziska Wyser im Linsebühlquartier ihren Kunstladen. Die Werke sind eine Anerkennung an die St. Galler Textilgeschichte.

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Inhaberin Franziska Wyser präsentiert eines ihrer Bilder. (Bild: Fernando Trabadelo)

Inhaberin Franziska Wyser präsentiert eines ihrer Bilder. (Bild: Fernando Trabadelo)

Mit dem Frühlingsbeginn eröffnet Franziska Wyser morgen um 10 Uhr an der Linsebühlstrasse 48 ihren Kunstladen «Immer nur das Eine». Der Name wirft laut Wyser «ein Augenzwinkern auf die Rotlichtviertel-Kultur im Linsebühlquartier», bezieht sich aber grundsätzlich auf die Einzigartigkeit ihrer Kunstwerke. In stundenlanger Handarbeit erstellt die Ergotherapeutin Unikate aus Alltagsprodukten wie Eierkartons oder Joghurtbechern, welche sie mit Gold, Silber, bunten Stoffen und gestickten Details veredelt. Ihre Technik lehne sich an die Mixed Media an, die mehrere Elemente und Materialien in ein Werk integriere, sagt sie. Die ursprünglich aus dem Kanton Solothurn stammende Künstlerin entdeckte schon als Kind ihre Leidenschaft für Stoffe. Begeistert von der St. Galler Textilkultur erlernte sie den Beruf der Textilentwerferin und zollt der Stadtgeschichte mit der Verwendung von edlen Stoffen in ihren Kunstwerken Tribut. «Mit viel Hingabe und Zeit entsteht in meinem Lädeli etwas sehr Anregendes und Sinnliches», sagt Wyser über die Essenz ihres Kunstladens. (fet)