Das Wünschbare vom Notwendigen trennen

Sie sind seit 2001 im Gossauer Stadtparlament. Was ist Ihre Motivation, erneut zu kandidieren? Ich wurde damals angefragt, nachdem das Parlament ins Leben gerufen wurde. Man wollte, dass auch Landwirte vertreten sind. Da die Fraktion keinen Nachfolger für mich gefunden hat, kandidiere ich wieder.

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Ernst Ziegler Kandidat Stadtparlament SVP (Bild: Quelle)

Ernst Ziegler Kandidat Stadtparlament SVP (Bild: Quelle)

Sie sind seit 2001 im Gossauer Stadtparlament. Was ist Ihre Motivation, erneut zu kandidieren?

Ich wurde damals angefragt, nachdem das Parlament ins Leben gerufen wurde. Man wollte, dass auch Landwirte vertreten sind. Da die Fraktion keinen Nachfolger für mich gefunden hat, kandidiere ich wieder.

Was war für Sie das Prägendste nach so langer Zeit im Parlament?

Ich bin nun seit sechs Jahren in der Baukommission, seit vier Jahren Präsident. Und als Parlamentspräsident wurde ich an verschiedene Anlässe eingeladen. So konnte ich neue Kontakte knüpfen. Es ist spannend, mich mit Leuten aus anderen Branchen auszutauschen und zu erfahren, wie sie Schwierigkeiten meistern.

Welches sind Ihre politischen Schwerpunkte?

Ein gesunder Finanzausgleich ist wichtig. Ausgaben sollen sich nach den Einnahmen richten. Das Wünschbare sollte man vom Notwendigen trennen. Ein Beispiel ist die Sporthallen-Initiative. Ich bin absolut nicht gegen Sporthallen. Doch ich bin der Meinung, dass die Sportanlagen in den Schulen im Moment ausreichen. Wenn Vereine bessere Hallen wollen, dann sollten sie diese selber bauen und nicht der Öffentlichkeit und somit dem Steuerzahler zuschieben. Ein weiterer Schwerpunkt für mich ist das Alterswohnen.

Wo «brennt» es Ihrer Meinung nach in Gossau?

Bewilligte Geschäfte sollten zügiger vorangetrieben werden. Durch Einsprachen werden sie immer wieder verzögert. Beispiel Bushof: Der wurde bewilligt, nun muss er wieder frisch aufgegleist werden. Auch der Verkehr «brennt» seit über 30 Jahren. (dad)

Am 23. September wird das Gossauer Stadtparlament neu bestellt. Aus einem Topf ziehen wir täglich einen Kandidaten oder eine Kandidatin und befragen sie.

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