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Das Wahlrennen ist eröffnet

ST.GALLEN. In der Region St. Gallen kandidieren am 11. März 231 Personen für einen von 30 Sitzen im Kantonsrat. Ein Drittel der Kandidierenden sind Frauen. 25 Bisherige treten wieder an. Womit die Wahlchancen für Neue ziemlich klein sind.
Reto Voneschen
Die 120 Mitglieder des Kantonsrates tagen in einem eigens für sie reservierten Saal im Regierungsgebäude in St. Gallen. (Archivbild: Regina Kühne)

Die 120 Mitglieder des Kantonsrates tagen in einem eigens für sie reservierten Saal im Regierungsgebäude in St. Gallen. (Archivbild: Regina Kühne)

Zehn Parteien und Gruppierungen treten am 11. März im Wahlkreis St. Gallen-Gossau zu den Kantonsratswahlen an. Eingereicht haben sie elf Listen mit insgesamt 231 Kandidaturen. In allen acht Wahlkreisen des Kantons treten auf 68 Listen 797 Personen an. Mehr Kandidierende als die Region St. Gallen-Gossau hat kein anderer Wahlkreis zu bieten. Mehr Listen dagegen gibt es mit zwölf (aber nur 149 Kandidierenden) im Wahlkreis Wil.

Einheitslisten sind Trumpf

Bei den meisten Parteien im Wahlkreis St. Gallen-Gossau ist – im Gegensatz zu anderen Jahren – die Konzentration auf eine Liste Trumpf. Einzige Ausnahme sind die Grünen mit einer Haupt- und einer jungen Liste. Erstmals treten die BDP und die Piratenpartei zu Kantonsratswahlen an. Von den Schweizer Demokraten (SD) gibt's ein Lebenszeichen in Form einer eher schmalbrüstigen Viererliste.

Auf den elf Listen im Wahlkreis St. Gallen-Gossau figurieren 76 Frauen und 155 Männer. Die Frauenquote liegt damit bei 32,9 Prozent oder ziemlich genau bei einem Drittel. 161 Kandidierende kommen aus der Stadt, 70 «vom Land» (siehe Text unten). In die zweite Zahl ist ein Kandidat von ausserhalb des Wahlkreises, aus Bad Ragaz, eingeschlossen (siehe Kasten).

25 von 30 treten wieder an

Von 30 bisherigen Kantonsrätinnen und Kantonsräten aus dem Wahlkreis St. Gallen-Gossau stellen sich am 11. März 25 erneut zur Wahl. Mit den meisten Bisherigen wartet die SVP (7) auf, dicht gefolgt von CVP (6), SP (5) und FDP (4). EVP, Grüne und Grünliberale können je eine oder einen Bisherigen bieten.

Auf ihre Bisherigen Christoph Bürgi und Eva Nietlispach (beide St. Gallen) muss die FDP verzichten. Bei der CVP tritt die St. Galler Stadträtin Barbara Eberhard, bei der SVP Nico Egger (Gossau) nicht mehr an. Auf der SP-Liste kandidiert Fredy Fässler (St. Gallen) nicht mehr für den Kantonsrat. Er strebt bei den Regierungswahlen die Nachfolge von Kathrin Hilber (SP, St. Gallen) an.

Stadtrat fürs Kantonsparlament

Bei den «Neuen» gibt es in der Stadt St. Gallen kaum überraschende Namen. Mit einem Schmunzeln kann man allenfalls ein Wahlrennen in der Stadtverwaltung zur Kenntnis nehmen: Stadtrat und Polizeidirektor Nino Cozzio will auf der CVP-Liste ins Kantonsparlament, Stadtpolizeikommandant Pius Valier strebt auf der FDP-Liste das gleiche Ziel an. Aus der Stadtverwaltung in den Kantonsrat zieht es einen weiteren Chefbeamten, nämlich Stadtbaumeister Erol Doguoglu bei der CVP. Einen überraschenden Namen schickt die EVP ins Rennen: Susi Tapernoux ist eine altgediente Politikerin, die von 1993 bis 2005 mit sehr viel Engagement im Stadtparlament mittat. Eine kleine Überraschung gelingt immerhin der Piratenpartei mit Tek Berhe, der im Frühling 2011 zu jener Oppositionsgruppe gehörte, die massgeblich zum Scheitern der Marktplatz-Vorlage in der Volksabstimmung beitrug.

Kantons- statt Stadtpolitik

Keine Überraschung ist, dass 33 von 63 aktuellen Mitgliedern des St. Galler Stadtparlaments auf den Kantonsratslisten auftauchen. Einerseits ist für viele das Mitmachen in der kommunalen Legislative der erste Schritt einer politischen Karriere, die ihre Fortsetzung im Kantonsrat findet. Anderseits ist für Stadtparlamentsmitglieder eine Kantonsratskandidatur eine gute Vorbereitung für die Stadtwahlen im Herbst.

Bild: RETO VONESCHEN

Bild: RETO VONESCHEN

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