Das vermisste Kreuz ist zurück

Das Kreuz auf der Engelburger Höchi wurde am Wochenende wieder aufgestellt. Bürger setzten sich für den Erhalt ein. Bei schönstem Wetter fand dazu ein ökumenischer Segnungsgottesdienst statt.

Manuela Bruhin
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Diakon Andreas Barth segnete das Kreuz auf der Engelburger Höchi. (Bild: Manuela Bruhin)

Diakon Andreas Barth segnete das Kreuz auf der Engelburger Höchi. (Bild: Manuela Bruhin)

ENGELBURG. Die Sonne schien prächtig vom Himmel und bescherte den Anwesenden einen herrlichen Blick weit über St. Gallen hinaus. Das Wetter am Samstag hätte nicht besser sein können, als das mächtige Kreuz auf der Engelburger Höchi gesegnet wurde. «Das Kreuz oberhalb Engelburgs ist seit vielen Jahren allseits bekannt», erklärte Diakon Andreas Barth in seiner Ansprache.

Instandhaltung war Wunsch

Die Balken des Kreuzes waren im Lauf der Zeit morsch geworden. Vergangenen Herbst fielen sie dem stürmischen Wetter zum Opfer. Erstaunlich viele Menschen hätten angerufen und den Schaden mitgeteilt, so Barth weiter. «Der Wunsch war immer der gleiche: Das Kreuz hier oben sollte unbedingt erhalten bleiben.» Es sei ein Zeichen der Kraft und würde der Bevölkerung entsprechend fehlen. Ein Engelburger, der namentlich nicht erwähnt wurde, sowie verschiedene Sponsoren bürgten schliesslich für die Kosten.

Glück im Unglück

Das Kreuz auf der Engelburger Höchi blickt bereits auf eine lange Geschichte zurück. 1948 wurden die imposanten Holzbalken aufgerichtet – aus Dankbarkeit, dass man vom Krieg verschont blieb. In den 1960er-Jahren gab es eine Erneuerung. Diesmal hatte man keine Opfer der Maul- und Klauenseuche zu beklagen. «Jetzt wollen wir mit dem Kreuz ebenfalls ein Zeichen der Dankbarkeit setzen. Und gleichzeitig um Frieden in der Welt bitten», erklärte Barth.

Eindrückliche Bilder

Im Anschluss an diese Worte von Andreas Barth wurde ein ökumenischer Gottesdienst abgehalten und das Kreuz gesegnet. Musikalisch umrahmt wurde der Anlass von den Alphörnern vom Tannenberg. Die Firmlinge aus Abtwil und Engelburg gestalteten die Feierlichkeiten ebenfalls mit. Der Diakon hoffte, dass sich die Menschen auch zu Hause an diese eindrücklichen Bilder der Segnung zurückerinnern würden. «Es ist wichtig, dass wir immer wieder Leute sinnbildlich unter das Segensdach stellen, als Zeichen der Liebe und Barmherzigkeit.» Den Abschluss der Veranstaltung bildete das gemeinsame Grillieren, bei dem sich Jung und Alt bis in die Abendstunden hinein vergnügten.