Das Spital verlottert nicht

RORSCHACH. Rorschach gehört trotz Sanierungsbedarf nicht zu den Spitälern, die der Kanton in den nächsten Jahren erneuern will. Aber der Spitalverbund sorgt für Unterhalt, und der Kanton sagt Renovationen schon vor der Sanierung in zehn Jahren zu.

Fritz Bichsel
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Auf umfassende Sanierungsarbeiten muss das Spital Rorschach bis 2022 warten; kleinere Renovationen sollen aber schon vorher erfolgen. (Bild: Jan Hoefliger)

Auf umfassende Sanierungsarbeiten muss das Spital Rorschach bis 2022 warten; kleinere Renovationen sollen aber schon vorher erfolgen. (Bild: Jan Hoefliger)

Bei acht der zehn öffentlichen Spitäler im Kanton St. Gallen sind Gebäude sanierungsbedürftig. Für sechs beschloss der Kantonsrat Kreditanträge an die Bürger. Zu den anderen sagt die Kantonsregierung: Auch die vier weiteren Spitäler bleiben bestehen; Schliessungen sind kein Thema. Für die ebenfalls sanierungsbedürftigen Spitäler Rorschach und Wil folgen Kreditanträge für Um- oder Neubauten ab 2022/23.

Laufend Erneuerung

Betreiber der Spitäler des Kantons sind die Spitalverbunde. Für Rorschach ist das der Verbund Kantonsspital mit Spitälern in St. Gallen, Rorschach und Flawil. Er ist als Nutzer (ähnlich wie ein Mieter) auch für den betrieblichen Unterhalt zuständig. In Rorschach liess der Spitalverbund in jüngerer Zeit die Cafeteria umgestalten, die Küche renovieren, den Empfangsbereich für Patienten erweitern und in den Bettenstationen mit Zimmern im zweiten und dritten Obergeschoss Anstriche, Bodenbeläge, Mobiliar und Treppenhaus erneuern. Grössere Neuerungen bei Apparaturen waren ein neuer Computertomograph, der Ersatz der Röntgengeräte und die Erweiterung der Dialyseplätze für Nierenpatienten.

Für all das investierte der Verbund nach Auskunft seines Medienbeauftragten Philipp Lutz «einen höheren einstelligen Millionenbetrag», also Richtung zehn Millionen Franken. Für die nächste Zeit werden nach Auskunft von Urs Buschor, Leiter Departement Bau und Raum des Spitalverbundes, zwei weitere Investitionen in Rorschach geprüft: aktuell die Erweiterung des Onkologie-Ambulatoriums für Krebspatienten und für 2015 die Renovation des ersten Obergeschosses mit Notfallstation und Ambulatorium.

Der Kanton lässt renovieren

Auch für Spitäler, die es noch nicht in das Paket für Um- oder Neubauten schafften, erhält der Kantonsrat Kreditanträge. Die Regierung erklärt: «Selbstverständlich werden an den Spitalstandorten, die wegen der Begrenzung des Investitionsvolumens nicht Teil der aktuellen Bauvorlage sind, laufende Unterhaltsmassnahmen zur Sicherstellung des reibungslosen Spitalbetriebs im Rahmen des jährlichen Budgets für Bauten und Renovationen durchgeführt.» Diese übernimmt der Kanton als Eigentümer der Liegenschaften.

Sanierungsplan für 75 Millionen

Bei den sanierungsbedürftigen, aber jetzt nicht berücksichtigten Spitälern hat die Regierung für solchen Unterhalt in Wil bereits Projekte und in Rorschach ein Ziel: «Laufend Sanierungsmassnahmen, bis eine umfassende Gesamtsanierung im Jahr 2022 erfolgen kann.» Für Um- oder Neubauten in Rorschach ab 2022 schätzt sie die Kosten auf 75 Millionen Franken.

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