Das Quartier soll angehört werden

Welche Auswirkungen hat der neue Richtplan auf St. Fiden und Neudorf? Die Frage beschäftigte den Quartierverein an seiner Hauptversammlung am Mittwochabend. Baudirektorin Patrizia Adam informierte über Pläne in diesem Stadtteil.

Claudia Schmid
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Dass für die neue Velospur am Rand der Rorschacher Strasse Parkplätze aufgehoben wurden, löste im letzten Jahr im Gebiet St. Fiden-Neudorf beim Gewerbe wie beim Quartierverein kritische Reaktionen aus. (Bild: Ralph Ribi)

Dass für die neue Velospur am Rand der Rorschacher Strasse Parkplätze aufgehoben wurden, löste im letzten Jahr im Gebiet St. Fiden-Neudorf beim Gewerbe wie beim Quartierverein kritische Reaktionen aus. (Bild: Ralph Ribi)

Stadträtin Patrizia Adam informierte das Quartier an der HV über die wichtigsten Bau- und Planungsvorhaben, die für den Südosten der Gallusstadt, die Stadtteile St. Fiden und Neudorf, Eingang im Richtplan gefunden haben. Dazu gehören zum Beispiel eine neu geplante Wohnzone im Riederenholz sowie die vorgesehenen Industrie- und Gewerbezonen im Sonnental und in Martinsbrugg.

Stimme ist wichtig

Die Vorsteherin der städtischen Direktion Bau und Planung sprach am Mittwochabend auch die Erweiterung der Kernzonen in St. Fiden und im Neudorf, die Planung eines eigenen Trassees für den Bus auf der Rorschacher Strasse und die Idee eines Grünkorridors an. Speziell ging sie auf das Gebiet des Bahnhofs St. Fiden ein. Das Areal habe grosses Entwicklungspotenzial.

Um alle Vorhaben unter einen Hut zu bringen, sei die Stadtplanung daran, Vorschläge auszuarbeiten. Die Stadträtin versprach, zu gegebener Zeit werde der der Quartierverein eingeladen, seine Ideen einzubringen. Die Stimme der Quartierbevölkerung sei wichtig für die Behörden, betonte Patrizia Adam vor den Mitgliedern des Quartiervereins St. Fiden-Neudorf.

In seinem Jahresbericht informierte Vereinspräsident Bruno Stalder über wichtige Anliegen, die im Berichtsjahr mit den Behörden diskutiert wurden. Die Anfrage an Stadt und VBSG für ein Bushäuschen an der Haltestelle Ostfriedhof an der Kesselhaldenstrasse sei leider negativ beantwortet worden, da die Stadt dort in der Fahrtrichtung stadteinwärts über keine Fläche verfüge, auf der man den Unterstand aufstellen könnte.

Mit Sitzungen bei den Stadt- und Verkehrsplanern sowie mit einem Schreiben an den Stadtrat hat der Quartierverein versucht, Nachteile für die Gewerbetreibenden aus dem neuen Verkehrskonzept auf der Rorschacher Strasse abzuwenden. Dies allerdings ohne Erfolg. Negativ sei zudem die Anfrage für eine öffentliche WC-Anlage bei der Grütliwiese ausgefallen. «Die Kurzfassung: Der Stadt fehlen die finanziellen Mittel dafür», erklärte der Vereinspräsident.

Kinderfasnacht findet statt

Bruno Stalder sprach auch die Kinderfasnacht in der Halden an, die letztes Jahr wegen einer fehlenden Gugge hatte ausfallen müssen. Dieser Entscheid sei dem Organisationskomitee damals wirklich nicht leicht gefallen. Um so grösser sei nun aber die Freude, dass die Kinderfasnacht 2015 gesichert sei. Der Quartierverein unterstütze diese Veranstaltung gerne mit einem Beitrag.

Über 2400 Mitglieder

Der Präsident, die Vorstandsmitglieder und die Revisoren wurden von der Versammlung einstimmig wiedergewählt. Im Kirchgemeindehaus Grossacker waren 134 stimmberechtigte Mitglieder anwesend. Der QV St. Fiden-Neudorf zählt 2404 Einzel- und Kollektivmitglieder und ist damit die grösste Organisation seiner Art in der Stadt. 2014 sei der Mitgliederbestand stabil geblieben, sagte Bruno Stalder. Dies sei nur durch intensive Werbung und die Begrüssung aller Neuzuzüger gelungen.