Das Provisorium hat einen zu hohen Preis

Bahnhofplatz: Das Provisorium hat seinen Preis Ausgabe vom 16. Januar 2015

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Mit Interesse haben wir den Zeitungsartikel über den neuen VBSG-Pavillon gelesen. Dabei stiessen wir auf verschiedene Angaben, welche uns stutzig machten. So betrachten wir die veranschlagten Kosten für dieses Provisorium von 200 000 Franken als äusserst hoch. Der Projektverantwortliche versucht, diese Summe mit fragwürdigen Angaben zu rechtfertigen und vertröstet den Leser auf die noch nicht definitive Abrechnung und einen Einbau von Reserven für Unvorhergesehenes. Der Vergleich mit den Kosten des gesamten Umbaus des Bahnhofplatzes entbehrt jeder Grundlage: Jeder Teilbereich verdient es, individuell und nach kostengünstigen Gesichtspunkten betrachtet zu werden. Besonders stossend finden wir, dass ein Viertel der Baukosten durch externe Planungen eines Architekturbüros anfallen sollen. Unseres Wissens belaufen sich die Honorare gemäss SIA-Normen für Bauten in der Regel zwischen 10 und 15 Prozent. Die Frage, ob das Hochbauamt die Planung dieses Provisoriums mit etwas gutem Willen nicht auch selbst hätte vornehmen können, bleibe jetzt einmal im Raume stehen.

Margrit und Ruedi Strupler

Aetschbergstr. 21b, 9014 St. Gallen