«Das Postwesen ist zukunftsträchtig»

Nachgefragt

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Am Freitag begann offiziell die Petition gegen die Schliessung der Poststelle Rorschacherberg. Der Widerstand der Einwohnerinnen und Einwohner ist gross. SP-Jungpolitikerin und Rorschacherbergerin Anna Bleichenbacher kämpft in den nächsten Wochen für den Erhalt der Poststelle und will weitere Schliessungen verhindern.

Anna Bleichenbacher, wie gross ist der Rücklauf der Unterschriften bisher?

Bleichenbacher: Seit Freitag haben wir bereits rund 200 Unterschriftenbögen erhalten. Die Petition wird voraussichtlich noch ein bis zwei Monate laufen.

Wie realistisch ist es, die Schliessung zu verhindern?

Bleichenbacher: Es ist tatsächlich so, dass der Grossteil der Poststellen, deren Schliessung überprüft wurde, inzwischen geschlossen ist oder sich im Schliessungsprozess befindet. Sollte es uns nicht gelingen, die Schliessung der Filiale am Rorschacherberg zu verhindern, so möchten wir trotzdem ein starkes Zeichen setzen und Druck machen. Denn ab 2020 sind weitere Schliessungen von Poststellen in Planung. Bis jetzt haben wir in der ganzen Schweiz etwa 50000 Petitionsunterschriften gesammelt. Das ist eine ordentliche Anzahl, die für ein Referendum reichen würde. Ich denke, dass wir die Post zumindest in der Entscheidung über weitere Schliessungen damit beeinflussen.

Gehen Sie selbst auch zur Poststelle?

Bleichenbacher: Ja – definitiv! Trotz des ganzen Online-Handels sehe ich das Postwesen mit seinen Filialen als eine zukunftsträchtige Sache. Es ist umgänglicher, in die Post zu gehen. Ich selbst bin immer wieder einmal in der Post, um private oder auch geschäftliche Briefe aufzugeben oder Kuverts zu kaufen. (vac)

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