Das Original Adda Adda über Gebühr beschädigt

«Nachgefragt» 9.3.2011, «Adda Addas wetzen die Krallen», 10.3.2011 und «Gastgeber mit schlechten Manieren», 14.3.2011

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«Nachgefragt» 9.3.2011, «Adda Addas wetzen die Krallen», 10.3.2011 und «Gastgeber mit schlechten Manieren», 14.3.2011

Als Verleger und Herausgeber von Adda Adda freue ich mich über die Beachtung, welche im Rahmen Ihrer Zeitung dieser aussergewöhnlichen Kunstfigur gegeben wird. Ihre Artikelfolge ist – obwohl verdankenswert – in einiger Hinsicht für das an Kunst und Kultur interessierte Publikum Verwirrung stiftend. Das von mir vertretene Original Adda Adda ist dabei – mit oder ohne Wissen Ihrer Redaktion – von der Fälschung Adda Ad Da für einen Fasnachtsscherz gebraucht bzw. missbraucht worden.

Um Klarheit zu schaffen über das Original Adda Adda und als Diskussionsgrundlage, gestatte ich mir, den im «Facts 2.0» erschienenen Artikel «Wer oder was ist Adda Adda? – Phänomen, Zeit- und/oder Weltgeist, Unruhestifter?» zu erwähnen, der übrigens das Prädikat «Meistgelesen» in Konkurrenz zu Artikeln aus «Blick», NZZ, FAZ, «Spiegel», «Weltwoche», die «Zeit» etc. etc. erreichte, was zeigen soll, dass Adda Adda eine weit über Rorschach hinausreichende, nicht zu unterschätzende Bedeutung zugemessen werden kann. Seit Erscheinen dieses Artikels in «Facts 2.0» sind weitere beachtenswerte Kunstwerke von Adda Adda in unserem Verlag erschienen.

Wenn nun eine Fälschung unter dem leicht verwechselbaren Namen Adda Ad Da von Ihrer Zeitung kolportiert wird, ist dies als «Scherz in der Narrenzeit» durchaus vertretbar, muss jedoch spätestens in den Nachfolgeartikeln klar deklariert werden, da ansonsten das Original Adda Adda über Gebühr beschädigt wird. Dass dann in der Sukzession der Dreistigkeiten im Artikel vom 14. März dem Original Adda Adda im Nachgang an den Namenklau durch die Fälschung Adda Ad Da der Titel «Gastgeber mit schlechten Manieren» angeheftet wird, übersteigt das tolerierbare Mass und ist klarzustellen. Nur nebenbei sei erwähnt, dass bei der Originalpublikation des ersten Buches von Adda Adda auf Wunsch des Autors die Buchhandlung zum Kornhaus als Alleinauslieferer den Einstandspreis der Bücher direkt an Unicef Schweiz zugunsten der Erdbebenopfer von Haiti überwiesen hat – und die Buchhandlung grosszügigerweise auch ihren Anteil am Verkaufserlös diesem Hilfswerk zukommen liess.

Die besagte Einladung zu diesem ominösen Treffen im «Rheinfels» ist von der Fälschung Adda Ad Da ausgegangen. Dass sich dieser Epigone an diesem Ereignis nicht zu erkennen gegeben hat, ist daher dieser von mir nicht als Kunstfigur anerkannten Person zuzuordnen. Schlechte Manier ist es meines Erachtens, sich mit dem Namen einer Kunstfigur zu schmücken, eine Einladung durch diese Kunstfigur zu suggerieren und nachher die Zeche nicht bezahlen zu wollen, bzw. dem Original in zumindest umstrittener Weise Stillosigkeit vorzuwerfen.

Des weiteren veröffentlichen Sie eine Reproduktion des Kunstwerks von Adda Adda «Ein Tag im Leben» mit der Anmerkung «Kreativität im Sekundentakt – Langeweile auf 312 Seiten». Im Interesse einer intellektuell ernstzunehmenden und künstlerisch nicht abseitsstehenden Leserschaft erwarte ich von einer Berichterstattung über ein Buch eine saubere Recherche, die in diesem wie in anderen Fällen völlig vergessen worden ist. Auch bei diesem Buch handelt es sich nämlich um ein Kunstobjekt, das von der Autorenschaft Adda Adda namentlich dem herausragenden Konzeptkünstler Roman Opalka gewidmet wurde. Damit ist die Einordnung dieses Buch mit einem minimalen Recherchieraufwand möglich und die Leserschaft versteht in der Folge, worum es sich handelt.

Grundsätzlich geht es mir darum, die Kunstfigur Adda Adda von der Fälschung Adda Ad Da abzugrenzen und die Öffentlichkeit über Inhalte und Formen der Kunstprodukte/-objekte des Originals Adda Adda durchaus kritisch, aber wahrheitsgetreu informiert zu sehen.

Erwin Feurer

Com Media Vision AG

Buch 43, Egnach